Berlin · Eigentumswohnung, Altbau, Neubau, Bestand

Wohnung verkaufen
in Berlin Das Baujahr zählt mehr als der Bezirk.

11.110 Eigentumswohnungen haben 2025 in Berlin den Eigentümer gewechselt – zu Preisen zwischen 2.347 und 7.999 € je Quadratmeter Wohnfläche. Zwischen einer Neubauwohnung in guter Lage und einer umgewandelten Altbauwohnung liegt oft mehr als der doppelte Preis. Wir bewerten Ihre Wohnung nach Baujahr, Ausstattung, WEG-Unterlagen und Ortsteil – nicht nach dem Berliner Durchschnitt.

★★★★★ 5,0 bei ProvenExpert · 92 Bewertungen
30 Jahre am Berliner Markt
11.110 Eigentumswohnungen verkauft 2025 in Berlin
41 Tage Ø bis zum Kaufvertrag
Eigentumswohnung Berlin
5.017 €/m² *
Berlin gesamt, 11.110 ausgewertete Kauffälle, Spanne 2.347 bis 7.999 €/m² Wohnfläche
▲ 5 % z. Vj.
Neubau-Erstverkauf
8.108 €/m² *
819 Kauffälle in neu erstellten Mehrfamilienhäusern · mittlerer Kaufpreis 507.764 €
▲ 2 % z. Vj.
Weiterverkauf Bestand
6.450 €/m² *
arithmetischer Mittelwert aller Weiterverkäufe · mittlerer Kaufpreis 451.932 €
▲ 22 % z. Vj.
Umgewandelte Altbauwohnung
4.928 €/m² *
größter Teilmarkt nach Fallzahl · mittlerer Kaufpreis 344.145 €
▲ 2 % z. Vj.
Ø Wohnfläche verkaufter ETW
70,92 *
1- und 2-Zimmer-Wohnungen zusammen 54 % aller Kauffälle 2025
▼ 2 % z. Vj.
Ø Vermarktungsdauer
41 Tage
von der Beauftragung bis zum unterschriebenen Kaufvertrag – eigene Auswertung, Eigentumswohnungen in Berlin

Gutachterausschuss für Grundstückswerte in Berlin, Immobilienmarktbericht 2025/2026, Berichtsjahr 2025.

Preisniveau je m² Wohnfläche nach Ausreißereliminierung (10 %); Durchschnittskaufpreise als arithmetische Mittelwerte aller Kauffälle des Jahres. Die Ø Vermarktungsdauer ist eine eigene Auswertung von BERLIVING Real Estate und keine amtliche Zahl.

Markteinschätzung

Was Ihre Eigentumswohnung in Berlin heute wert ist

Der Berliner Eigentumswohnungsmarkt ist 2025 mit Abstand der größte Teilmarkt für Wohnimmobilien. 11.110 Eigentumswohnungen haben den Eigentümer gewechselt, sechs Prozent mehr als im Vorjahr – bei einem im Schnitt spürbar höheren Preisniveau. Anders als beim Haus oder Mehrfamilienhaus zählt hier nicht in erster Linie der Bodenanteil, sondern die genaue Position der Wohnung im Gebäude: Baujahr, Ausstattung, Etage und die Verfassung der Eigentümergemeinschaft entscheiden über den Preis.

Das mittlere Preisniveau lag bei 5.017 €/m² Wohnfläche, knapp fünf Prozent über 2024. Auch das ist wieder die am wenigsten brauchbare Zahl für Ihre eigene Wohnung: Sie fasst 11.110 Verkäufe zusammen, die zwischen 2.347 und 7.999 €/m² lagen, und dahinter stehen 26 Altbezirke mit sehr unterschiedlichen Märkten. Im Ortsteil Mitte wurden im Schnitt 9.374 €/m² erzielt, im Bezirk Spandau 3.235 €/m². Bei 75 m² Wohnfläche sind das rund 460.000 € Unterschied – für dieselbe Fläche.

„Bei einer Eigentumswohnung entscheidet nicht der Bezirk allein, sondern das Baujahr der Anlage und der Zustand der Gemeinschaft – zwei Dinge, die in keiner Bezirksstatistik stehen.“

Dazu kommt das Baujahr, und der Unterschied ist enorm. Neu erstellte und erstmals veräußerte Eigentumswohnungen erzielten 2025 im Schnitt 8.108 €/m² Wohnfläche – in guter und sehr guter Lage innerhalb des S-Bahnrings sogar 10.241 €/m², am Stadtrand im Westen dagegen nur 6.308 €/m². Weiterverkaufte Bestandswohnungen ab Baujahr 1991 liegen im Mittel bei 6.450 €/m², umgewandelte Altbauwohnungen aus der Zeit vor 1919 – der größte Teilmarkt nach Fallzahl – bei 4.928 €/m². Auch die Wohnungsgröße sortiert den Markt: 38 Prozent aller 2025 verkauften Eigentumswohnungen waren Zweizimmerwohnungen, 30 Prozent Dreizimmerwohnungen, die mittlere Wohnfläche lag bei 70,92 m².

Deshalb beginnt jede Bewertung bei uns nicht beim Bezirk, sondern bei der Wohnung selbst: Baujahr und Ausstattungsniveau, die Richtwertzone der Adresse, und den WEG-Unterlagen – Teilungserklärung, Gemeinschaftsordnung, Höhe der Instandhaltungsrücklage und die letzten Beschlüsse der Eigentümerversammlung. Eine Wohnung mit gut gefüllter Rücklage und sauberer Beschlusslage verkauft sich regelmäßig zu einem anderen Preis als eine technisch identische Einheit mit anstehender Sonderumlage. Wo der Unterschied zwischen einem sauber hergeleiteten Marktwert und einem Angebotspreis liegt, und welche Unterlagen Sie für den Verkauf brauchen, haben wir in unserer Checkliste für den Verkauf einer Eigentumswohnung zusammengefasst.

Schnell und unverbindlich

Preisniveau je Altbezirk

13 Berliner Wohnungsmärkte – und was sie unterscheidet

Auch beim Wohnungseigentum weist der Gutachterausschuss das Preisniveau nicht je Bezirk, sondern je Altbezirk beziehungsweise Ortsteil aus. Das ist für Eigentümer die nützlichere Einteilung: Prenzlauer Berg, Dahlem und Schmargendorf erscheinen als eigene Zeilen, obwohl sie heute zu größeren Bezirken gehören. Die folgenden 13 Altbezirke haben 2025 die belastbarsten Zahlen für Eigentumswohnungen geliefert, sortiert nach Preisniveau. Alle Angaben in €/m² Wohnfläche, nach Ausreißereliminierung, jeweils mit Fallzahl.

01

Mitte

Das höchste Preisniveau Berlins – und der stärkste Anstieg: 2024 lag der Ortsteil noch bei 7.070 €/m². 779 Kauffälle 2025, Spanne 3.501 bis 15.914 €/m². Auch der höchste absolute Kaufpreis des Jahres wurde hier erzielt: rund 6,5 Mio. € für eine einzelne Wohnung.

779 Kauffälle höchster Preis Berlins starker Anstieg
Ø 2025 9.374 €/m² Wohnfläche
02

Köpenick

Das zweithöchste Preisniveau, aber mit Vorsicht zu lesen: Im Altbezirk wurden 2025 zahlreiche Mikroapartments bis 30 m² verkauft, die den Schnitt auf über 10.000 €/m² zogen. Ohne diese Kleinstwohnungen liegt der Durchschnitt bei 5.321 €/m² – bei 711 Kauffällen insgesamt.

711 Kauffälle Mikroapartment-Effekt bereinigt 5.321 €/m²
Ø 2025 7.134 €/m² Wohnfläche
03

Dahlem

57 Kauffälle 2025, Spanne 4.400 bis 8.340 €/m². Ein kleiner, aber stabiler Markt für Eigentumswohnungen in Villenlage – die meisten Objekte liegen in guter bis sehr guter Wohnlage.

57 Kauffälle Villenlage kleiner Markt
Ø 2025 6.427 €/m² Wohnfläche
04

Prenzlauer Berg

663 Kauffälle 2025, Spanne 3.911 bis 8.656 €/m² – nach Mitte der zweitgrößte Wohnungsmarkt der Stadt nach Preisniveau und einer der größten nach Stückzahl. Vor allem Altbauwohnungen der Gründerzeit prägen den Ortsteil.

663 Kauffälle Gründerzeit zweitgrößter Markt
Ø 2025 6.300 €/m² Wohnfläche
05

Grunewald

61 Kauffälle 2025, Spanne 4.005 bis 8.560 €/m². Wie beim Haus ist auch bei der Eigentumswohnung Grunewald ein Markt mit wenigen, dafür hochpreisigen Abschlüssen.

61 Kauffälle wenige Abschlüsse hochpreisig
Ø 2025 6.111 €/m² Wohnfläche
06

Friedrichshain

Mit 832 Kauffällen der zweitgrößte Wohnungsmarkt Berlins nach Stückzahl, bei einer Spanne von 3.844 bis 8.060 €/m². Ein vergleichsweise homogener Markt mit geringer Streuung.

832 Kauffälle geringe Streuung zweitgrößter Markt
Ø 2025 5.887 €/m² Wohnfläche
07

Wilmersdorf

761 Kauffälle 2025, Spanne 3.251 bis 8.009 €/m². Der Altbezirk reicht von dichten Altbaulagen bis an die Grenze zu Grunewald – entsprechend breit ist die Preisspanne.

761 Kauffälle breite Spanne Altbau bis Villenlage
Ø 2025 5.547 €/m² Wohnfläche
08

Schöneberg

677 Kauffälle 2025, Spanne 3.253 bis 7.566 €/m². Einer der größten Wohnungsmärkte der Stadt, geprägt von Altbaubeständen rund um den Bayerischen Platz und die Hauptstraße.

677 Kauffälle dichter Altbau große Nachfrage
Ø 2025 5.421 €/m² Wohnfläche
09

Charlottenburg

Mit 936 Kauffällen der größte Wohnungsmarkt Berlins nach Stückzahl, bei 5.201 €/m² und einer Spanne von 3.019 bis 7.583 €/m². Für Eigentumswohnungen der wichtigste Einzelmarkt der Stadt.

936 Kauffälle größter Markt wichtigster Einzelmarkt
Ø 2025 5.201 €/m² Wohnfläche
10

Pankow

540 Kauffälle 2025, Spanne 2.751 bis 7.673 €/m² – deutlich mehr Kauffälle als 2024 (375) bei spürbar gestiegenem Preisniveau.

540 Kauffälle starkes Wachstum steigend
Ø 2025 5.194 €/m² Wohnfläche
11

Neukölln

500 Kauffälle 2025, Spanne 2.200 bis 6.776 €/m². Ein Markt mit breiter Käuferschicht zwischen Reuterkiez und den südlichen Ortsteilen.

500 Kauffälle breite Käuferschicht zwei Teilmärkte
Ø 2025 4.425 €/m² Wohnfläche
12

Steglitz

712 Kauffälle 2025, Spanne 2.435 bis 6.428 €/m². Einer der größten Wohnungsmärkte nach Stückzahl bei moderatem Preisniveau.

712 Kauffälle moderates Niveau hohe Stückzahl
Ø 2025 4.390 €/m² Wohnfläche
13

Spandau

Das niedrigste Preisniveau der Auswahl: 456 Kauffälle 2025, Spanne 1.981 bis 4.579 €/m² – und der einzige Altbezirk, in dem das Preisniveau 2025 gegenüber 2024 nachgab.

456 Kauffälle günstigstes Niveau einziger Rückgang
Ø 2025 3.235 €/m² Wohnfläche

Auch hier zählt die Fallzahl mehr als die Rangfolge. Charlottenburg mit 936 ausgewerteten Verkäufen liefert eine andere Vergleichsbasis als Dahlem mit 57 – und die Spanne innerhalb eines Altbezirks ist fast immer größer als der Abstand zwischen zwei Nachbar-Altbezirken. In Prenzlauer Berg reicht sie von 3.911 bis 8.656 €/m², in Charlottenburg von 3.019 bis 7.583 €/m². Wo Ihre Wohnung innerhalb dieser Spanne steht, hängt vom Baujahr, der Ausstattung und dem Zustand der Eigentümergemeinschaft ab – wir ermitteln es kostenfrei.

Wenn Sie statt einer Eigentumswohnung ein Haus oder ein Mehrfamilienhaus verkaufen, führen die Seiten Haus verkaufen in Berlin und Mehrfamilienhaus verkaufen in Berlin weiter.

Die ETW-Klassen

Sechs Baujahrsklassen, ein Markt

Die amtliche Statistik unterscheidet bei Eigentumswohnungen nicht nach Bezirk, sondern nach Entstehung und Baujahr: neu errichtete Bauträgerprojekte, bereits als Eigentumswohnung erstellte Bestandsanlagen verschiedener Jahrzehnte, und ehemalige Mietwohnungen, die nachträglich in Eigentumswohnungen umgewandelt wurden. Diese drei Wege in Wohnungseigentum – Neubau, originärer WE-Bestand und Umwandlung – haben 2025 sehr unterschiedliche Preise erzielt. Die angegebenen Werte sind Durchschnittskaufpreise des Jahres 2025 für ganz Berlin, jeweils nach Wohnlage.

01

Neubau-Erstverkauf

819 Kauffälle 2025 bei Bauträgerprojekten in neu errichteten Mehrfamilienhäusern. In einfacher und mittlerer Wohnlage im Mittel 7.060 €/m² Wohnfläche, in guter und sehr guter Lage 9.199 €/m². Die Stadtregion entscheidet dabei stark mit: In der City-Region wurden 10.241 €/m² erzielt, am Stadtrand West nur 6.308 €/m².

819 Kauffälle City-Prämie Bauträgerprojekte
Ø Kaufpreis 2025 7.060 €/m² Wohnfläche
02

Weiterverkauf ab 1991

1.506 Kauffälle 2025 bei Wohnungen, die von Anfang an als Eigentumswohnung errichtet wurden. In einfacher und mittlerer Lage im Mittel 5.316 €/m², in guter und sehr guter Lage 9.829 €/m² – der größte Preisunterschied zwischen den Wohnlagen aller Baujahrsklassen.

1.506 Kauffälle moderner Bestand große Lagespanne
Ø Kaufpreis 2025 5.316 €/m² Wohnfläche
03

Weiterverkauf 1971–1990

240 Kauffälle 2025. In einfacher und mittlerer Lage im Mittel 3.746 €/m², in guter und sehr guter Lage 4.819 €/m². Ein Marktsegment mit enger Preisspanne und stabiler Nachfrage.

240 Kauffälle stabile Nachfrage enge Spanne
Ø Kaufpreis 2025 3.746 €/m² Wohnfläche
04

Weiterverkauf 1949–1970

266 Kauffälle 2025. In einfacher und mittlerer Lage im Mittel 3.796 €/m², in guter und sehr guter Lage 4.738 €/m². Käufer sind hier überwiegend Eigennutzer mit klarem Budgetrahmen.

266 Kauffälle Eigennutzer klare Preislogik
Ø Kaufpreis 2025 3.796 €/m² Wohnfläche
05

Altbau bis 1919 (umgewandelt)

Mit 3.081 Kauffällen 2025 der größte Teilmarkt des gesamten Wohnungseigentums. Vermietet verkauft im Mittel 4.017 €/m², bezugsfrei 5.833 €/m² – der Unterschied zwischen vermietet und bezugsfrei ist bei keiner anderen Baujahrsklasse so groß.

3.081 Kauffälle größter Teilmarkt Vermietungsstatus entscheidet
Ø Kaufpreis 2025 5.833 €/m² Wohnfläche
06

Plattenbau 1960–1990 (umgewandelt)

202 Kauffälle 2025, fast ausschließlich im östlichen Stadtgebiet. Vermietet im Mittel 3.086 €/m², bezugsfrei 3.796 €/m² – das günstigste Marktsegment des gesamten Wohnungseigentums, mit stabiler Nachfrage von Selbstnutzern.

202 Kauffälle Ostberlin günstigstes Segment
Ø Kaufpreis 2025 3.796 €/m² Wohnfläche

Gutachterausschuss für Grundstückswerte in Berlin, Immobilienmarktbericht 2025/2026, Kapitel 5.5.1.1, 5.5.2.1 und 5.5.3.1. Kauffallzahlen als Summe der ausgewiesenen Wohnlagenklassen einfache/mittlere und gute/sehr gute Lage.

Fünf Punkte, die beim Verkauf einer Eigentumswohnung in Berlin wirklich zählen

Beim Verkauf einer Eigentumswohnung kommen zu den allgemeinen Pflichten eines Immobilienverkaufs die Besonderheiten des Wohnungseigentumsrechts hinzu – und in Berlin zusätzlich der Milieuschutz mit seinen 82 sozialen Erhaltungsgebieten in elf Bezirken. Die folgenden fünf Punkte betreffen praktisch jeden Verkauf einer Berliner Eigentumswohnung. Sie sind eine allgemeine Orientierung und ersetzen keine Rechts- oder Steuerberatung – bei Vertrags- und WEG-Fragen gehört die Rücksprache mit Notar und Verwalter dazu.

  • WEG-Recht: Teilungserklärung, Gemeinschaftsordnung und Instandhaltungsrücklage Jede Eigentumswohnung besteht aus Sondereigentum an der Wohnung und einem Miteigentumsanteil am Gemeinschaftseigentum, geregelt in der Teilungserklärung samt Gemeinschaftsordnung. Käufer prüfen heute regelmäßig die Höhe der Instandhaltungsrücklage je Einheit, den Stand anstehender Sanierungen und die Beschlusssammlung der Eigentümerversammlung, bevor sie unterschreiben. Fehlen diese Unterlagen beim ersten Besichtigungstermin, verzögert das fast immer den Verkauf.
  • Bestellerprinzip: hälftige Provision seit Dezember 2020 Verkaufen Sie Ihre Eigentumswohnung an einen Verbraucher, gilt seit dem 23. Dezember 2020 die hälftige Teilung der Maklerprovision nach §§ 656a ff. BGB: Käufer und Verkäufer tragen die Provision je zur Hälfte, und der Käuferanteil wird erst fällig, wenn der Verkäuferanteil nachweislich gezahlt ist. Für Eigentumswohnungen gilt diese Regel ausdrücklich – anders als beim Mehrfamilienhaus oder Gewerbeobjekt.
  • Vorkaufsrecht des Mieters bei Umwandlung Wird eine vermietete Wohnung erstmals nach der Umwandlung in Wohnungseigentum verkauft, steht dem bisherigen Mieter nach § 577 BGB ein gesetzliches Vorkaufsrecht zu. Er muss es innerhalb von zwei Monaten nach Mitteilung des Kaufvertragsinhalts ausüben; danach erlischt es für diesen Verkaufsfall. Das betrifft nur den ersten Verkauf nach der Umwandlung – bei einer bereits länger bestehenden Eigentumswohnung greift es nicht mehr.
  • Umwandlungsverordnungen: zwei Regelwerke, die auch Verkäufer betreffen Wer eine vermietete Mietwohnung erst noch in Wohnungseigentum umwandeln will, braucht dafür seit dem 1. Januar 2026 berlinweit eine Genehmigung, wenn das Gebäude mehr als fünf Wohnungen hat (§ 250 BauGB). In den 82 sozialen Erhaltungsgebieten der Stadt gilt zusätzlich seit dem 13. März 2025 die Umwandlungsverordnung 2025 bereits ab Gebäuden mit bis zu fünf Wohnungen. Beide Regelungen betreffen die Umwandlung selbst, nicht den Weiterverkauf einer bereits bestehenden Eigentumswohnung.
  • Energieausweis: meist einer für das ganze Gebäude Auch bei Eigentumswohnungen ist nach § 80 GModG (früher Gebäudeenergiegesetz) beim Verkauf ein Energieausweis vorzulegen. In der Praxis stellt in aller Regel der WEG-Verwalter einen gemeinschaftlichen Ausweis für das gesamte Gebäude aus – Einzeleigentümer müssen ihn bei der Verwaltung anfordern, nicht selbst neu ausstellen lassen. Fehlt er, verzögert das die erste Besichtigung, nicht den Verkauf selbst.

Welche dieser Punkte für Ihre Wohnung konkret greifen, klären wir vor dem ersten Foto – zusammen mit der Frage, welche WEG-Unterlagen Sie bei der Verwaltung anfordern sollten.

Unterlagen und Pflichten vorab klären

Ablauf

So läuft Ihr Wohnungsverkauf – in sieben Schritten

Vom ersten Termin bis zum unterschriebenen Kaufvertrag liegen bei uns im Schnitt 41 Tage. Der größte Zeitfresser ist dabei fast nie die Vermarktung, sondern die WEG-Unterlagen – Teilungserklärung, Protokolle der letzten Eigentümerversammlungen und der aktuelle Stand der Instandhaltungsrücklage kommen über die Hausverwaltung und brauchen Vorlauf. Deshalb starten wir damit parallel zur Wertermittlung, nicht danach. Eine vollständige Übersicht steht in unserer Checkliste für den Verkauf einer Eigentumswohnung.

  1. Wertermittlung vor Ort

    Besichtigung der Wohnung, Abgleich mit vergleichbaren Verkäufen derselben Baujahrsklasse und Wohnlage, erste Einschätzung des Zustands der Eigentümergemeinschaft.

    ca. 3–5 Werktage
  2. Unterlagen & Strategie

    Grundbuchauszug, Teilungserklärung mit Aufteilungsplan, aktuelle Protokolle der Eigentümerversammlung, Nachweis der Instandhaltungsrücklage, Energieausweis über die Verwaltung, Wohngeldabrechnungen der letzten drei Jahre. Parallel legen wir Preiskorridor und Vermarktungsweg fest.

    ca. 1–2 Wochen
  3. Aufbereitung

    Professionelle Fotografie, maßstäblicher Grundriss, Exposé mit klarer Darstellung von Sondereigentum und Sondernutzungsrechten wie Kellerraum oder Stellplatz.

    ca. 1 Woche
  4. Vermarktung – öffentlich oder diskret

    Zielgruppengenaue Ansprache: Eigennutzer für Altbau- und Neubauwohnungen, Kapitalanleger für vermietete Bestandswohnungen. Auf Wunsch ausschließlich über unseren vorgemerkten Interessentenkreis – ohne Portal, ohne Schild.

    laufend
  5. Besichtigungen

    Einzeltermine statt Sammelbesichtigung, geführt von der Person, die Ihre Wohnung bewertet hat. Fragen zur Instandhaltungsrücklage und zu anstehenden Beschlüssen beantworten wir direkt vor Ort.

    laufend
  6. Verhandlung & Notartermin

    Wir prüfen die Finanzierungsbestätigung, bevor wir reservieren, verhandeln in Ihrem Auftrag und stimmen den Kaufvertragsentwurf mit dem Notar ab – einschließlich der Regelungen zur Instandhaltungsrücklage und zu einer etwaigen Verwalterzustimmung laut Teilungserklärung.

    ca. 4–8 Wochen
  7. Übergabe

    Gemeinsame Übergabe mit Protokoll, Zählerständen, allen Schlüsseln inklusive Keller und Briefkasten, Meldung des Eigentümerwechsels an die Hausverwaltung.

    nach Kaufpreiszahlung

Variable Provision

Wir vereinbaren keinen Standardsatz. Unsere Vergütung richtet sich nach dem erzielten Preis und wird vor der Beauftragung schriftlich festgelegt – wer mehr erreicht, verdient mehr, und wer nichts verkauft, berechnet nichts. Beim Verkauf einer Eigentumswohnung an einen Verbraucher tragen Käufer und Verkäufer die Provision seit dem 23. Dezember 2020 je zur Hälfte (§§ 656a ff. BGB). Wie das im Detail funktioniert, steht auf der Seite zur variablen Provision.

Diskrete Vermarktung

Nicht jeder möchte, dass Nachbarn oder die Eigentümergemeinschaft vom Verkauf erfahren, bevor er abgeschlossen ist. Wer aus einer Trennung, einem Erbfall oder einer beruflichen Veränderung heraus verkauft, will das oft nicht im Portal lesen. Wir vermarkten auf Wunsch ausschließlich über den eigenen Interessentenkreis – ohne Inserat, ohne Schild, ohne offene Besichtigung.

30 Jahre Berlin

Seit drei Jahrzehnten begleiten wir Verkäufe in Berlin und im Umland. Das zeigt sich vor allem dort, wo Statistik aufhört: bei der Frage, was eine bestimmte Wohnanlage in Prenzlauer Berg oder ein bestimmtes Baujahr in Steglitz tatsächlich bringt. Bei ProvenExpert stehen wir bei 5,0 von 5 Sternen.

Häufige Fragen

Wohnungsverkauf in Berlin im Detail

Für Eigentumswohnungen lag das mittlere Preisniveau 2025 berlinweit bei 5.017 €/m² Wohnfläche, ermittelt aus 11.110 auswertbaren Kauffällen mit einer Spanne von 2.347 bis 7.999 €/m² (Immobilienmarktbericht 2025/2026). Je Altbezirk reicht die Skala von 3.235 €/m² in Spandau bis 9.374 €/m² im Ortsteil Mitte. Diese Zahlen ordnen ein, sie bewerten nicht: Über den Verkehrswert Ihrer Wohnung entscheiden Baujahr und Ausstattung, Etage und Zuschnitt, der Zustand der Eigentümergemeinschaft und die Richtwertzone, in der Ihre Adresse liegt. Wir ermitteln das kostenfrei.
Die Teilungserklärung teilt ein Grundstück rechtlich in einzelne Eigentumswohnungen (Sondereigentum) und einen Miteigentumsanteil am Gemeinschaftseigentum auf. Zusammen mit der Gemeinschaftsordnung regelt sie unter anderem Stimmrechte, Kostenverteilung und Sondernutzungsrechte, etwa an Kellerräumen oder Stellplätzen. Käufer verlangen sie heute standardmäßig vor dem Notartermin – wir besorgen sie im Rahmen des Auftrags bei der Hausverwaltung.
Von der Beauftragung bis zum unterschriebenen Kaufvertrag liegen bei unseren Berliner Wohnungsverkäufen im Schnitt 41 Tage. Danach vergehen bis zur Kaufpreiszahlung und Übergabe typischerweise weitere vier bis acht Wochen. Verlängernd wirken vor allem fehlende WEG-Unterlagen – deshalb fordern wir Teilungserklärung, Protokolle und den Stand der Instandhaltungsrücklage bereits vor dem ersten Foto an.
Eine gesetzliche Nachweispflicht gibt es nicht, in der Praxis verlangen Käufer und deren Finanzierer die Angabe aber regelmäßig. Wir holen den aktuellen Stand der Instandhaltungsrücklage für Ihre Einheit sowie die letzten Protokolle der Eigentümerversammlung bei der Hausverwaltung ein und legen sie den Interessenten offen – eine gut dokumentierte Rücklage beschleunigt die Verhandlung eher, als dass sie sie verzögert.
Wird eine vermietete Wohnung erstmals nach der Umwandlung in Wohnungseigentum verkauft, hat der bisherige Mieter nach § 577 BGB ein gesetzliches Vorkaufsrecht und kann innerhalb von zwei Monaten nach Mitteilung des Kaufvertragsinhalts in den Vertrag eintreten. Bei einer bereits länger bestehenden, schon einmal verkauften Eigentumswohnung greift dieses Recht nicht mehr – es betrifft nur den ersten Verkauf nach der Umwandlung.
Nein. Beim Verkauf einer Eigentumswohnung an einen Verbraucher gilt seit dem 23. Dezember 2020 die hälftige Teilung nach §§ 656a ff. BGB: Verkäufer und Käufer tragen die Provision je zur Hälfte, und der Käufer muss seinen Anteil erst zahlen, wenn der Verkäufer den seinen nachweislich gezahlt hat. Unser Satz wird erfolgsabhängig vereinbart, vor der Beauftragung schriftlich festgehalten und liegt unter dem in Berlin ortsüblichen Niveau.

Ihre Anfrage

Schreiben Sie uns – Adresse, Baujahr und Wohnfläche genügen für den Anfang. Wir antworten innerhalb eines Werktags, persönlich und ohne automatisierte Bewertungsmail.

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    Kostenlos, unverbindlich und auf Basis von Baujahr, Ausstattung und Ihrer WEG-Unterlagen – nicht auf Basis eines Bezirksmittelwerts.

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