Kostenlose Checkliste · Mehrfamilienhaus

Checkliste Immobilienverkauf
Mehrfamilienhaus Belastbare Unterlagen für ein professionelles Käuferpublikum.

Käufer von Mehrfamilienhäusern sind fast immer Kapitalanleger oder Investoren – sie prüfen Mietstruktur, Erträge und Instandhaltungszustand deutlich genauer als private Eigennutzer. Diese Checkliste zeigt, welche Unterlagen für ein Berliner Zinshaus vollständig vorliegen sollten, zum Download oder direkt zum Abhaken auf dieser Seite.

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30 Jahre am Berliner Immobilienmarkt
12 Dokumente in drei Kategorien
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Schnellüberblick

Drei Kategorien, ein Ordner

Die vollständige Liste finden Sie weiter unten zum Abhaken – für den ersten Überblick reichen diese drei Gruppen.

Eigentum, Grundstück & Gebäude

Grundbuchauszug, Flurkarte und Baupläne – die Grundlage jeder Objektprüfung durch Käufer und deren Bank.

Mieten, WEG & Erträge

Mietverträge, Mieterliste und Nebenkostenabrechnungen – das Herzstück der Rendite­berechnung eines Kapitalanlegers.

Technik, Energie & Nachweise

Energieausweis, Sanierungsnachweise und Wartungsprotokolle – zeigen den tatsächlichen Instandhaltungszustand des Gebäudes.

Warum das wichtig ist

Investoren rechnen, bevor sie besichtigen

Wer ein Mehrfamilienhaus kauft, kalkuliert zuerst die Rendite – dafür braucht es eine vollständige Mieterliste mit Nettokaltmieten, eine saubere Nebenkostenabrechnung und einen Überblick über laufende oder fehlende Modernisierungen. Fehlt diese Datenbasis, kalkulieren Investoren einen Unsicherheitsabschlag in ihr Angebot ein – oder verzichten ganz auf ein Gebot.

Auch die technische Substanz zählt doppelt: Ein aktueller Instandhaltungsnachweis zu Dach, Heizung und Leitungen verhindert, dass Käufer größere Sanierungskosten vom Kaufpreis abziehen. Bei vermieteten Häusern kommt die Kündigungssperrfrist nach § 577a BGB hinzu, sobald Wohnungen im Zuge des Verkaufs in Eigentumswohnungen umgewandelt werden sollen – ein Punkt, den seriöse Käufer aktiv nachfragen.

Bei einem Zinshaus verkauft nicht die Fassade, sondern die Zahlenlage – Mietertrag, Instandhaltungsstand und Dokumentation entscheiden über den erzielbaren Preis.

Wie sich der Wert eines Mietshauses in Berlin berechnen lässt und was beim Zinshausverkauf zusätzlich zu beachten ist, erklären wir in den jeweiligen Ratgebern.

Die vollständige Checkliste

Unterlagen für den Verkauf Ihres Mehrfamilienhauses

Je vollständiger die Mietstruktur dokumentiert ist, desto belastbarer kann ein Investor kalkulieren – und desto weniger Puffer legt er in sein Angebot ein.

A · Eigentum, Grundstück & Gebäude

  • Grundbuchauszug – Nachweis der Eigentumsverhältnisse und eingetragener Belastungen.
  • Flurkarte / amtlicher Lageplan – Lage und Grenzen des Grundstücks.
  • Baupläne und Grundrisse aller Einheiten – Grundlage für Wohnflächen- und Ertragsberechnung.
  • Baulastenverzeichnis-Auszug – öffentlich-rechtliche Verpflichtungen auf dem Grundstück.

B · Mieten, WEG & Erträge

  • Mietverträge und aktuelle Mieterliste – mit Nettokaltmieten, Nebenkosten und Mietbeginn je Einheit.
  • Nebenkostenabrechnungen der letzten Jahre – Grundlage für die Ertragsprüfung durch den Käufer.
  • Teilungserklärung – sofern das Haus bereits in Wohnungseigentum aufgeteilt ist.
  • WEG-Protokolle und Wirtschaftspläne – bei teilweise aufgeteilten Häusern zusätzlich relevant.

C · Technik, Energie & Nachweise

  • Energieausweis – gesetzlich vorgeschrieben, muss spätestens bei Besichtigung vorliegen.
  • Sanierungs- und Modernisierungsnachweise – Rechnungen zu Dach, Heizung, Fassade und Leitungen.
  • Versicherungsnachweise – insbesondere Gebäude- und Haftpflichtversicherung.
  • Schornsteinfeger- und Wartungsprotokolle – Nachweise der letzten Prüfungen.
  • Aktueller Grundsteuerbescheid – Bestandteil der laufenden Objektkosten.

Kurz erklärt

Die zwei Unterlagen, die den Preis am stärksten beeinflussen

Mieterliste mit Nettokaltmieten

Zeigt Ist-Miete je Einheit im Vergleich zur ortsüblichen Vergleichsmiete und damit das Mietsteigerungspotenzial – die zentrale Grundlage jeder Renditeberechnung.

Instandhaltungs- und Sanierungsnachweise

Belegen, welche Erneuerungen an Dach, Heizung oder Leitungen bereits erfolgt sind. Fehlen diese Nachweise, kalkulieren Käufer einen Sicherheitsabschlag für unbekannten Sanierungsbedarf ein.

Praktische Tipps

So überzeugen Sie ein professionelles Käuferpublikum

Mietstruktur früh aufbereiten

Eine übersichtliche Tabelle mit Einheit, Fläche, Nettokaltmiete und Mietbeginn beschleunigt die Käuferprüfung erheblich.

Sanierungshistorie dokumentieren

Sammeln Sie Rechnungen zu Dach, Heizung und Fassade der letzten Jahre – das ersetzt keine Vor-Ort-Prüfung, verkürzt sie aber deutlich.

Fachliche Unterstützung nutzen

Wir bereiten Mietstruktur und Unterlagen käuferseitig auf und vermarkten Mehrfamilienhäuser in der Regel ohne Innenprovision für Sie.

Häufige Fragen

Häufige Fragen zur Checkliste Mehrfamilienhaus

Ein Verkauf ist grundsätzlich möglich, professionelle Käufer erwarten aber vollständige Mietverträge, eine aktuelle Mieterliste und Nachweise zum Instandhaltungszustand, bevor sie ein belastbares Angebot abgeben.

Das gesetzliche Teilungsgebot der §§ 656a ff. BGB gilt nur für Eigentumswohnungen und Einfamilienhäuser mit Verbrauchern als Käufer. Bei Mehrfamilienhäusern ist die Provision frei verhandelbar und wird bei BERLIVING in der Regel vollständig von der Käuferseite getragen.

Ja, auch für Mehrfamilienhäuser ist der Energieausweis gesetzlich vorgeschrieben und muss spätestens bei der Besichtigung vorgelegt werden.

Wird ein vermietetes Mehrfamilienhaus nach dem Verkauf in Eigentumswohnungen umgewandelt, gilt für die Mieter nach § 577a BGB eine Kündigungssperrfrist von grundsätzlich drei Jahren, in vielen Berliner Gebieten durch Landesverordnung verlängert. Das betrifft die Vermarktung, nicht den ursprünglichen Verkauf des Gesamtobjekts.

Mietverträge und Nebenkostenabrechnungen liegen meist sofort vor. Ein aktueller Grundbuchauszug dauert wenige Wochen, Bauunterlagen aus dem Bauaktenarchiv je nach Bezirk teils länger – deshalb lohnt sich eine frühzeitige Anfrage.

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