Kostenlose Checkliste · Gewerbeimmobilie

Checkliste Immobilienverkauf
Gewerbeimmobilie Nutzung, Verträge und Genehmigungen im Überblick.

Ob Bürohaus, Ladenlokal oder Gewerbehof: Käufer von Gewerbeimmobilien prüfen Nutzungsrecht, Mietverträge und behördliche Genehmigungen deutlich genauer als bei Wohnimmobilien. Diese Checkliste zeigt, welche Unterlagen für einen reibungslosen Verkauf vorliegen sollten – zum Download oder direkt zum Abhaken auf dieser Seite.

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13 Dokumente in drei Kategorien
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Schnellüberblick

Drei Kategorien, ein Ordner

Die vollständige Liste finden Sie weiter unten zum Abhaken – für den ersten Überblick reichen diese drei Gruppen.

Eigentum, Objekt & Nutzung

Grundbuchauszug, Flurkarte und Nutzungsgenehmigung – der Nachweis, wofür die Immobilie rechtlich genutzt werden darf.

Miete, Ertrag & Verträge

Gewerbemietverträge und Nebenkostenabrechnungen – bei vermieteten Objekten die Grundlage jeder Ertragsberechnung.

Technik, Recht & Nachweise

Energieausweis, Altlastenauskunft und Prüfprotokolle – Punkte, die bei Gewerbeobjekten besonders genau geprüft werden.

Warum das wichtig ist

Bei Gewerbeimmobilien zählt die Nutzung mehr als die Fassade

Der wichtigste Unterschied zur Wohnimmobilie: Käufer prüfen zuerst, wofür eine Gewerbeimmobilie genutzt werden darf – Einzelhandel, Büro, Gastronomie oder Lager unterliegen unterschiedlichen baurechtlichen Vorgaben. Bau­genehmigung und Nutzungsgenehmigung sollten deshalb übereinstimmen, bevor die Immobilie in den Markt geht.

Bei vermieteten Objekten kommt die Ertragsprüfung hinzu: Laufzeit, Kündigungsfristen und Staffel- oder Indexmieten in Gewerbemietverträgen unterscheiden sich stark von Wohnraummietverträgen und wirken sich unmittelbar auf den erzielbaren Kaufpreis aus. Bei einem leerstehenden Objekt entfallen Mietunterlagen, dafür rücken Genehmigungen und – je nach Vornutzung – eine Altlastenauskunft stärker in den Fokus.

Eine fehlende oder unklare Nutzungsgenehmigung ist bei Gewerbeimmobilien der häufigste Grund, warum sich ein Verkauf über Monate hinzieht.

Die vollständige Checkliste

Unterlagen für den Verkauf Ihrer Gewerbeimmobilie

Nicht jedes Dokument trifft auf jede Nutzungsart zu – bei leerstehenden Objekten entfallen die Mietunterlagen, dafür gewinnen Genehmigungen an Gewicht.

A · Eigentum, Objekt & Nutzung

  • Grundbuchauszug – Nachweis der Eigentumsverhältnisse und eingetragener Belastungen.
  • Flurkarte / amtlicher Lageplan – Lage und Grenzen des Grundstücks.
  • Bau- und Nutzungsgenehmigung – legt fest, wofür die Immobilie rechtlich genutzt werden darf.
  • Baupläne und Grundrisse – Grundlage für Flächen- und Nutzungsprüfung durch den Käufer.

B · Miete, Ertrag & Verträge

  • Gewerbemietverträge – inklusive Laufzeit, Kündigungsfristen und Staffel- oder Indexklauseln.
  • Nebenkostenabrechnungen der letzten Jahre – Grundlage der Ertragsprüfung, sofern vermietet.
  • Übersicht Mieteinnahmen – bei mehreren Mietern je Einheit aufgeschlüsselt.
  • Nachweis zu Stellplätzen und Nebenflächen – oft eigenständig vermietet oder genutzt.

C · Technik, Recht & Nachweise

  • Energieausweis – für nahezu jede Gewerbeimmobilie gesetzlich vorgeschrieben.
  • Altlastenauskunft – insbesondere bei gewerblicher Vornutzung wie Handwerk oder Industrie relevant.
  • Instandhaltungs- und Prüfnachweise – etwa zu Aufzügen, Brandschutz und Elektroanlagen.
  • Versicherungsnachweise – u. a. Gebäude- und Betriebshaftpflichtversicherung.
  • Aktueller Grundsteuerbescheid – Bestandteil der laufenden Objektkosten.

Kurz erklärt

Die zwei Nachweise, nach denen Käufer zuerst fragen

Nutzungsgenehmigung

Legt rechtlich verbindlich fest, wofür die Immobilie genutzt werden darf. Weicht die tatsächliche Nutzung davon ab, kann das Finanzierung und Weiterverkauf für den Käufer erschweren.

Altlastenauskunft

Bei früherer gewerblicher oder industrieller Nutzung verlangen Käufer und Banken häufig eine Auskunft aus dem Bodenschutz- bzw. Altlastenkataster des zuständigen Bezirksamts, bevor ein Angebot abgegeben wird.

Praktische Tipps

So beschleunigen Sie die Käuferprüfung

Nutzung frühzeitig klären

Gleichen Sie Baugenehmigung und tatsächliche Nutzung ab, bevor die Vermarktung startet – Abweichungen lassen sich vorab oft unkompliziert klären, kurz vor dem Notartermin dagegen kaum.

Mietverträge vollständig bereithalten

Bei vermieteten Objekten beschleunigt eine Übersicht aller Mietverträge mit Laufzeit und Konditionen die Ertragsprüfung erheblich.

Fachliche Unterstützung nutzen

Wir prüfen Nutzungsrecht und Unterlagen vor Vermarktungsbeginn und vermarkten Gewerbeimmobilien in der Regel ohne Innenprovision für Sie.

Häufige Fragen

Häufige Fragen zur Checkliste Gewerbeimmobilie

Ohne laufende Mietverhältnisse rücken Grundbuchauszug, Flurkarte, Bau- und Nutzungsgenehmigung sowie der Energieausweis in den Vordergrund. Bei früherer gewerblicher Nutzung fragen Käufer zusätzlich gezielt nach einer Altlastenauskunft.

Grundbuchauszug und Flurkarte stellen Grundbuchamt und Katasteramt aus. Bau- und Nutzungsgenehmigungen sowie eine Altlastenauskunft erhalten Sie beim zuständigen Bauamt bzw. Bezirksamt.

Der Energieausweis ist für nahezu alle Gewerbeimmobilien gesetzlich vorgeschrieben, unabhängig von Nutzung oder Leerstand. Ausnahmen gelten nur in wenigen Sonderfällen, etwa bei denkmalgeschützten Objekten.

Das gesetzliche Teilungsgebot der §§ 656a ff. BGB gilt nur für Eigentumswohnungen und Einfamilienhäuser mit Verbrauchern als Käufer. Bei Gewerbeimmobilien ist die Provision frei verhandelbar und wird bei BERLIVING in der Regel vollständig von der Käuferseite getragen.

Das hängt vom Bezirksamt und der Art der Genehmigung ab – von wenigen Tagen bei einfachen Bescheinigungen bis zu mehreren Wochen bei einer Altlastenauskunft. Eine frühzeitige Anfrage verhindert Verzögerungen kurz vor dem Notartermin.

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Wir prüfen Nutzungsrecht und Unterlagenordner auf Vollständigkeit und nennen Ihnen im selben Gespräch eine realistische Preiseinschätzung – kostenfrei und unverbindlich.

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