Immobilienmakler
in Berlin Neu-Hohenschönhausen Von 1984 bis 1989 gebaut, bis 2020 gefördert.
Rund 29.000 Wohnungen, errichtet zwischen 1984 und 1989 im industriellen Plattenbauverfahren – Neu-Hohenschönhausen ist mit 59.200 Einwohnern der einwohnerstärkste Ortsteil Lichtenbergs und war von 2002 bis 2020 offizielles Fördergebiet „Stadtumbau Ost". 497 €/m² Bodenrichtwert, und seit Dezember 2025 eine neue gesetzliche Vermutung, die praktisch jedes Gebäude hier betrifft.
* Die gekennzeichneten Werte gelten für 2025 und stammen aus dem Immobilienmarktbericht 2025/2026 des Gutachterausschusses für Grundstückswerte in Berlin (Stand 31.07.2026). Eine Einordnung vorweg: Der Gutachterausschuss wertet nach Altbezirken aus, und der heutige Bezirk Lichtenberg entstand 2001 aus zwei eigenständigen Altbezirken. Dieser Ortsteil gehörte historisch zum Altbezirk Hohenschönhausen – dazu zählen auch Alt-Hohenschönhausen, Neu-Hohenschönhausen, Falkenberg, Malchow und Wartenberg. Die Zahlen gelten für dieses Gebiet und nicht für den Altbezirk Lichtenberg (Lichtenberg, Friedrichsfelde, Karlshorst, Rummelsburg, Fennpfuhl), dessen Werte spürbar höher liegen. Ortsteilscharf ist allein der Bodenrichtwert.
Kaufpreise und Kauffälle: Gutachterausschuss für Grundstückswerte in Berlin, Immobilienmarktbericht 2025/2026, Kapitel 5.4, 5.5 und 6.1 – Altbezirk Hohenschönhausen. Werte in €/m² Wohnfläche. Bodenrichtwerte: BORIS Berlin, Stichtag 01.01.2026. Einwohnerzahlen: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, Stand 31.12.2024.
Markteinschätzung
Was Ihre Immobilie in Neu-Hohenschönhausen heute wert ist
Neu-Hohenschönhausen steht mit 497 €/m² auf Rang sieben der zehn Lichtenberger Ortsteile – vor Falkenberg, Malchow und Wartenberg, deutlich hinter Rummelsburg mit 1.474.
Mit 59.200 Einwohnern ist der Ortsteil der einwohnerstärkste des ganzen Bezirks – auf nur 5,16 Quadratkilometern, rund 11.500 je km².
„Ein Fördergebiet ist kein Sanierungsgebiet, und ein Plattenbau aus den achtziger Jahren ist bei der Schadstofffrage kein Einzelfall – beides gehört vor jeden Verkauf geklärt, nicht erst zum Notartermin.“
Für den Altbezirk Hohenschönhausen – zu dem alle vier Ortsteile dieses Pakets zählen – weist der Gutachterausschuss 2025 bei Eigentumswohnungen 3.494 €/m² aus, bei 104 Kauffällen und einer Spanne von 2.227 bis 5.059 €/m².
Diese Zahl gilt für den Altbezirk Hohenschönhausen, nicht für den Altbezirk Lichtenberg – beide werden getrennt ausgewertet. Wir rechnen mit dem Bodenrichtwert Ihrer Zone und dem Modernisierungsstand zu einem Verkehrswert mit offengelegten Annahmen.
Bodenrichtwerte im Bezirk
Rang sieben – und der einwohnerstärkste Ortsteil des Bezirks
€/m² Wohnbaufläche · Stichtag 01.01.2026 · die Ortsteile des Bezirks im Vergleich
Gutachterausschuss für Grundstückswerte in Berlin, Bodenrichtwerte zum 01.01.2026, abgerufen über das Geoportal Berlin (dl-de/zero-2-0). Flächengewichtetes Mittel der Wohnbau-Richtwertzonen.
Was die Zahlen bedeuten
Das Diagramm zeigt alle zehn Ortsteile Lichtenbergs. Neu-Hohenschönhausen liegt mit 497 €/m² im unteren Mittelfeld.
Der Abstand zum teuersten Ortsteil, Rummelsburg mit 1.474 €/m², beträgt fast das Dreifache – ein Ergebnis der Großsiedlungsstruktur mit viel Geschosswohnungsbau auf großzügig bemessenen Grundstücken.
Für die Bewertung heißt das: Der niedrigere Ortsteilwert ist eine Chance für preisbewusste Käufer, ersetzt aber nicht die Prüfung des Gebäudezustands – gerade hier zählt der Modernisierungsstand mehr als anderswo.
Die Lagen im Ortsteil
Fünf Lagen zwischen Plattenbauzeile und Ortsteilrand
Neu-Hohenschönhausen ist Berlins größte DDR-Neubausiedlung im Kleinen: dichte Plattenbauzeilen, zwei gewachsene Zentren aus dem Fördergebiet, Rückbauflächen und ein fließender Übergang zum älteren Alt-Hohenschönhausen.
Die Plattenbauzeilen entlang der Landsberger Allee
Der Großteil der rund 29.000 Wohnungen, errichtet 1984 bis 1989 in industrieller Bauweise. Für praktisch jedes Gebäude hier gilt seit Ende 2025 die neue gesetzliche Asbestvermutung, siehe Hinweisblock.
Der Prerower Platz und das Linden-Center
Zentrale Versorgungsachse mit Einkaufszentrum, entstanden im Zuge des Fördergebiets Stadtumbau Ost. Kurze Wege, hohe Nachfrage bei Familien mit Kindern.
Die Falkenberger Chaussee
Zweite große Zentrumsachse des Fördergebiets, mit eigenem Aufwertungsschwerpunkt im Rahmen des Programms Stadtumbau Ost. Grenze zum Nachbarortsteil Falkenberg.
Die Grün- und Rückbauflächen
Im Zuge des Stadtumbaus wurden 12 Kindertagesstätten und 8 Schulen zurückgebaut und die freiwerdenden Flächen begrünt – heute Wohnumfeldqualität statt Leerstand.
Der Rand zu Alt-Hohenschönhausen
Fließender Übergang zum Nachbarortsteil mit älterem Siedlungskern. Ostseestraße und Orankesee liegen bereits dort, nicht mehr in Neu-Hohenschönhausen.
Fördergebiet Stadtumbau Ost – und die neue Asbestvermutung
Neu-Hohenschönhausen ist zu weit über neunzig Prozent industrieller Wohnungsbau der achtziger Jahre – die Plattenbauserien WBS 70 und P2, zwischen 1984 und 1989 errichtet. Genau dieser Baujahrgang fällt seit Dezember 2025 unter eine neue gesetzliche Vermutungsregel, die mit dem früheren Fördergebietsstatus nichts zu tun hat.
- Die neue gesetzliche Asbestvermutung greift hier vollständig Seit der Novelle der Gefahrstoffverordnung vom 19.12.2025 gilt § 11a GefStoffV: Bei Gebäuden mit Baubeginn vor dem 31. Oktober 1993 wird gesetzlich von Asbest ausgegangen, solange keine Gegenprüfung das Gegenteil zeigt. Die Plattenbauten Neu-Hohenschönhausens liegen mit ihrem Baujahrgang 1984–1989 vollständig in diesem Zeitfenster – anders als etwa Neubauquartiere, betrifft die Vermutung hier praktisch den gesamten Bestand.
- Wo Asbest in DDR-Plattenbauten typischerweise verbaut wurde Bei den Serien WBS 70 und P2 liegen die üblichen Fundstellen in den Fugendichtungen zwischen den Betonplatten, in älteren Fußbodenbelägen (sogenannte Floor-Flex-Platten) und in der Ummantelung von Heizungsrohren. Bei den Modernisierungswellen seit den neunziger Jahren – Fassadendämmung, Fahrstuhlnachrüstung – wurden diese Bauteile nicht überall gleich gründlich erfasst.
- Eingriffe ins Bauteil brauchen eine fachgerechte Prüfung Findet eine Sanierung statt, greift TRGS 519: entweder eine Beprobung des betroffenen Bauteils oder direkt die vollständigen Schutzmaßnahmen. Die zusätzlichen Genehmigungspflichten der Novelle selbst greifen erst nach der einjährigen Übergangsfrist, ab dem 19.12.2026 – wer jetzt saniert, plant besser gleich damit.
- Das frühere Fördergebiet hat damit nichts zu tun Neu-Hohenschönhausen war von 2002 bis 2020 Fördergebiet im Landesprogramm „Stadtumbau Ost" (§§ 171a ff. BauGB) – ein Investitionsprogramm für Infrastruktur und Wohnumfeld, kein förmliches Sanierungsgebiet nach §§ 136 ff. BauGB. Ein Verkauf löst deshalb weder eine Genehmigungspflicht noch einen Sanierungsvermerk im Grundbuch aus. Die Schadstofffrage ist ein eigenständiges Thema, unabhängig vom früheren Programmstatus.
Für Wohnungen aus den Baujahren 1984 bis 1989 klären wir vor der Vermarktung, ob für Ihr Haus bereits eine Bauteilprüfung aus einer früheren Modernisierung vorliegt. Dies ist eine allgemeine Einordnung und keine Rechtsberatung; über den Einzelfall entscheiden ein Sachverständiger und, bei Sanierungsmaßnahmen, eine Fachfirma nach TRGS 519.
Schadstoffprüfung anfragenAblauf
So läuft Ihr Verkauf in Neu-Hohenschönhausen
Bei den Plattenbaujahrgängen 1984 bis 1989 steht die Modernisierungs- und Schadstofffrage am Anfang des Ablaufs, nicht am Ende beim Notartermin. Die Zeitangaben sind Erfahrungswerte, keine Zusagen.
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01
Baujahr und Modernisierungsstand klären
Wir sehen nach, ob für Ihr Haus – WBS 70 oder P2 – bereits eine Bauteilprüfung oder ein Schadstoffkataster aus einer früheren Sanierung vorliegt. Falls nicht, ordnen wir vor der ersten Besichtigung ein, wie dringlich das ist.
ca. 1–2 Wochen -
02
Wertermittlung vor Ort
Geschoss, Grundriss, Stand der Fassadendämmung und des Fahrstuhls, Zustand der Gemeinschaftsflächen. Als Vergleich dient der Altbezirkswert von 3.494 €/m² für Eigentumswohnungen.
ca. 3–5 Werktage -
03
Unterlagen zusammenstellen
Grundbuchauszug, Teilungserklärung, Protokolle, Energieausweis, gegebenenfalls die vorliegende Bauteilprüfung.
ca. 2–3 Wochen -
04
Aufbereitung
Fotografie, maßstäblicher Grundriss, Lageplan. Liegt eine Schadstoffprüfung vor, wird sie im Exposé transparent benannt.
ca. 1 Woche -
05
Ansprache der passenden Käufergruppe
Neu-Hohenschönhausen spricht vor allem preisbewusste Käufer und Familien an, die kurze Wege zu Kitas und Schulen im aufgewerteten Fördergebiet schätzen. Wir sprechen diese Gruppe gezielt an.
laufend -
06
Besichtigungen
Einzeltermine mit vorab geprüften Interessenten. Bei vermieteten Wohnungen stimmen wir jeden Termin mit dem Mieter ab und halten die Ankündigungsfristen ein.
laufend -
07
Verhandlung, Beurkundung, Übergabe
Wir verhandeln für Sie und begleiten den Notartermin bis zur gemeinsamen Übergabe mit Protokoll. Eine vorliegende Bauteilprüfung nennen wir im Kaufvertrag ausdrücklich beim Namen, statt sie nur formlos beizulegen.
ca. 6–10 Wochen
Variable Provision
Unsere Vergütung hängt am erzielten Preis, nicht an einem Prozentsatz aus der Tabelle – und sie liegt unter dem in Berlin Üblichen. Beim eher moderaten Preisniveau Neu-Hohenschönhausens macht sich jeder gesparte Prozentpunkt spürbar bemerkbar.
Diskrete Vermarktung
Nicht jeder Verkauf gehört ins Portal. Auf Wunsch vermarkten wir vollständig ohne öffentliches Inserat und sprechen nur vorgemerkte, in ihrer Bonität geprüfte Interessenten an.
30 Jahre Berlin
Seit drei Jahrzehnten begleiten wir Verkäufe in Berlin und Brandenburg, bewertet mit 5,0 Sternen bei ProvenExpert. Sie sprechen dabei durchgehend mit derselben Person – von der Erstbesichtigung bis zur Schlüsselübergabe.
Häufige Fragen
Neu-Hohenschönhausen im Detail
Was ist meine Immobilie in Berlin-Neu-Hohenschönhausen wert?
Neu-Hohenschönhausen gehört zum Altbezirk Hohenschönhausen – historisch ein eigenständiger Bezirk, der 2001 mit Lichtenberg fusionierte. Der Gutachterausschuss wertet beide Altbezirke bis heute getrennt aus: Für Hohenschönhausen weist der Immobilienmarktbericht 2025/2026 bei Eigentumswohnungen 3.494 €/m² Wohnfläche aus, bei 104 Kauffällen und einer Spanne von 2.227 bis 5.059 €/m² – nicht die höhere Lichtenberg-Zeile von 4.990 €/m², die für einen anderen Altbezirk gilt. Ortsteilscharf ist der Bodenrichtwert: 497 €/m² im Mittel, Rang sieben der zehn Lichtenberger Ortsteile.
Betrifft die neue Asbestvermutung wirklich fast jede Wohnung hier?
Ja, praktisch den gesamten Bestand. Rund 29.000 Wohnungen entstanden zwischen 1984 und 1989 in den Plattenbauserien WBS 70 und P2 – vollständig innerhalb des Zeitfensters, das § 11a GefStoffV seit der Novelle vom 19.12.2025 erfasst: Bauten mit Baubeginn vor dem 31.10.1993. Typische Fundstellen sind Fugendichtungen zwischen den Betonplatten, ältere Fußbodenbeläge und die Ummantelung von Heizungsrohren – nicht überall gleich gründlich erfasst bei den Modernisierungen seit den neunziger Jahren. Offenbarungspflichtig ist bekannter Asbest ohnehin schon seit Langem, nach ständiger BGH-Rechtsprechung. Dies ist keine Rechtsberatung.
Löst der frühere Stadtumbau-Ost-Status eine Genehmigungspflicht beim Verkauf aus?
Nein, und das ist unabhängig von der Asbestvermutung zu sehen. Neu-Hohenschönhausen war von 2002 bis 2020 Fördergebiet im Landesprogramm „Stadtumbau Ost“ – 410 Hektar, 45,1 Mio. € bewilligte Programmmittel, 31 abgeschlossene Projekte wie Kita- und Schulrückbau sowie Grünflächen-Umgestaltung. Rechtlich war das ein Investitionsprogramm nach §§ 171a ff. BauGB, kein förmliches Sanierungsgebiet nach §§ 136 ff. BauGB. Ein Verkauf braucht deshalb weder eine behördliche Genehmigung noch trägt das Grundbuch einen Sanierungsvermerk.
Wer hat Neu-Hohenschönhausen gebaut, und wie viele Wohnungen sind es?
Rund 29.000 Wohnungen entstanden zwischen 1984 und 1989 im industriellen Plattenbauverfahren, errichtet in Kooperation Berliner Baubetriebe mit Bau-Kombinaten der DDR-Bezirke Rostock, Schwerin, Neubrandenburg und Frankfurt (Oder). Die symbolische Grundsteinlegung war am 9. Februar 1984, zum 40. Jahrestag der DDR am 5. Oktober 1989 galt die Siedlung als fertiggestellt. Zentrale Achsen sind die Landsberger Allee, die Falkenberger Chaussee und der Prerower Platz mit dem Linden-Center.
Gibt es in Neu-Hohenschönhausen Milieuschutz?
Nein. Die drei sozialen Erhaltungsgebiete Lichtenbergs – Kaskelstraße, Weitlingstraße und Fanningerstraße – liegen ausschließlich im westlichen Bezirksteil bei Rummelsburg und dem Bahnhof Lichtenberg. Neu-Hohenschönhausen ist von keinem betroffen. Maßgeblich sind hier stattdessen die neue Asbestvermutung und die klare Abgrenzung zum früheren Fördergebiet. Wir prüfen die Adresse dennoch einzeln, bevor eine Aussage dazu im Exposé steht.
Ihre Anfrage
Schreiben Sie uns. Mit Straße, Hausnummer und Baujahr bekommen Sie in der Antwort die Richtwertzone genannt – und den Hinweis, welche Prüfung vor einem Verkauf sinnvoll ist. Antwort innerhalb eines Werktags.
Was ist Ihre Immobilie in Neu-Hohenschönhausen wert?
Kostenlos und unverbindlich. Sie erfahren, ob für Ihr Haus bereits eine Bauteilprüfung vorliegt – und wie sich das auf Zeitplan und Exposé auswirkt.
Weitere Standorte in der Nähe
Die Nachbarortsteile im Bezirk und die angrenzenden Standorte – keine Linkliste über alle Standorte.
Passend zu Ihrem Verkauf in Neu-Hohenschönhausen
Was Eigentümer in Neu-Hohenschönhausen am häufigsten zusätzlich brauchen – rund um Wohnung, Bewertung und Energieausweis.

