Berlin · Lichtenberg

Immobilienmakler
in Berlin Neu-Hohenschönhausen Von 1984 bis 1989 gebaut, bis 2020 gefördert.

Rund 29.000 Wohnungen, errichtet zwischen 1984 und 1989 im industriellen Plattenbauverfahren – Neu-Hohenschönhausen ist mit 59.200 Einwohnern der einwohnerstärkste Ortsteil Lichtenbergs und war von 2002 bis 2020 offizielles Fördergebiet „Stadtumbau Ost". 497 €/m² Bodenrichtwert, und seit Dezember 2025 eine neue gesetzliche Vermutung, die praktisch jedes Gebäude hier betrifft.

★★★★★ 5,0 bei ProvenExpert · 92 Bewertungen
30 Jahre am Berliner Markt
29.000 Wohnungen, errichtet 1984–1989
410 ha ehemaliges Fördergebiet Stadtumbau Ost
Bodenrichtwert
497 €/m²
Flächengewichtetes Mittel der Wohnbau-Richtwertzonen zum 01.01.2026 · Rang 7 der 10 Lichtenberger Ortsteile
Eigentumswohnung
3.494 €/m² *
Altbezirk Hohenschönhausen, 104 Kauffälle, 2.227 bis 5.059 €/m² · gegenüber dem Vorjahr (3.404) ein Plus von rund 3 %
▲ 3 % z. Vj.
Fläche des Ortsteils
5,16 km²
59.200 Einwohner auf 5,16 km² – rund 11.500 je km², die höchste Dichte aller vier Ortsteile dieses Pakets
Wohnungen im Ortsteil
rund 29.000
Errichtet 1984 bis 1989 im industriellen Plattenbauverfahren, überwiegend 6- und 11-geschossig
Fördermittel Stadtumbau Ost
45,1 Mio. €
410 Hektar Fördergebiet, 31 abgeschlossene Projekte · kein Sanierungsgebiet nach §§ 136 ff. BauGB, siehe Hinweisblock
Einwohner im Ortsteil
59.200
Stand 31.12.2024 · einwohnerstärkster Ortsteil des Bezirks Lichtenberg

Die gekennzeichneten Werte gelten für 2025 und stammen aus dem Immobilienmarktbericht 2025/2026 des Gutachterausschusses für Grundstückswerte in Berlin (Stand 31.07.2026). Eine Einordnung vorweg: Der Gutachterausschuss wertet nach Altbezirken aus, und der heutige Bezirk Lichtenberg entstand 2001 aus zwei eigenständigen Altbezirken. Dieser Ortsteil gehörte historisch zum Altbezirk Hohenschönhausen – dazu zählen auch Alt-Hohenschönhausen, Neu-Hohenschönhausen, Falkenberg, Malchow und Wartenberg. Die Zahlen gelten für dieses Gebiet und nicht für den Altbezirk Lichtenberg (Lichtenberg, Friedrichsfelde, Karlshorst, Rummelsburg, Fennpfuhl), dessen Werte spürbar höher liegen. Ortsteilscharf ist allein der Bodenrichtwert.

Kaufpreise und Kauffälle: Gutachterausschuss für Grundstückswerte in Berlin, Immobilienmarktbericht 2025/2026, Kapitel 5.4, 5.5 und 6.1 – Altbezirk Hohenschönhausen. Werte in €/m² Wohnfläche. Bodenrichtwerte: BORIS Berlin, Stichtag 01.01.2026. Einwohnerzahlen: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, Stand 31.12.2024.

Markteinschätzung

Was Ihre Immobilie in Neu-Hohenschönhausen heute wert ist

Neu-Hohenschönhausen steht mit 497 €/m² auf Rang sieben der zehn Lichtenberger Ortsteile – vor Falkenberg, Malchow und Wartenberg, deutlich hinter Rummelsburg mit 1.474.

Mit 59.200 Einwohnern ist der Ortsteil der einwohnerstärkste des ganzen Bezirks – auf nur 5,16 Quadratkilometern, rund 11.500 je km².

„Ein Fördergebiet ist kein Sanierungsgebiet, und ein Plattenbau aus den achtziger Jahren ist bei der Schadstofffrage kein Einzelfall – beides gehört vor jeden Verkauf geklärt, nicht erst zum Notartermin.“

Für den Altbezirk Hohenschönhausen – zu dem alle vier Ortsteile dieses Pakets zählen – weist der Gutachterausschuss 2025 bei Eigentumswohnungen 3.494 €/m² aus, bei 104 Kauffällen und einer Spanne von 2.227 bis 5.059 €/m².

Diese Zahl gilt für den Altbezirk Hohenschönhausen, nicht für den Altbezirk Lichtenberg – beide werden getrennt ausgewertet. Wir rechnen mit dem Bodenrichtwert Ihrer Zone und dem Modernisierungsstand zu einem Verkehrswert mit offengelegten Annahmen.

Bodenrichtwerte im Bezirk

Rang sieben – und der einwohnerstärkste Ortsteil des Bezirks

Bodenrichtwert je Ortsteil

€/m² Wohnbaufläche · Stichtag 01.01.2026 · die Ortsteile des Bezirks im Vergleich

Rummelsburg 1.474 €/m²
Lichtenberg 796 €/m²
Fennpfuhl 764 €/m²
Alt-Hohenschönhausen 668 €/m²
Karlshorst 660 €/m²
Friedrichsfelde 602 €/m²
Neu-Hohenschönhausen 497 €/m²
Falkenberg 382 €/m²
Malchow 380 €/m²
Wartenberg 370 €/m²

Gutachterausschuss für Grundstückswerte in Berlin, Bodenrichtwerte zum 01.01.2026, abgerufen über das Geoportal Berlin (dl-de/zero-2-0). Flächengewichtetes Mittel der Wohnbau-Richtwertzonen.

Was die Zahlen bedeuten

Das Diagramm zeigt alle zehn Ortsteile Lichtenbergs. Neu-Hohenschönhausen liegt mit 497 €/m² im unteren Mittelfeld.

Der Abstand zum teuersten Ortsteil, Rummelsburg mit 1.474 €/m², beträgt fast das Dreifache – ein Ergebnis der Großsiedlungsstruktur mit viel Geschosswohnungsbau auf großzügig bemessenen Grundstücken.

Für die Bewertung heißt das: Der niedrigere Ortsteilwert ist eine Chance für preisbewusste Käufer, ersetzt aber nicht die Prüfung des Gebäudezustands – gerade hier zählt der Modernisierungsstand mehr als anderswo.

Die Lagen im Ortsteil

Fünf Lagen zwischen Plattenbauzeile und Ortsteilrand

Neu-Hohenschönhausen ist Berlins größte DDR-Neubausiedlung im Kleinen: dichte Plattenbauzeilen, zwei gewachsene Zentren aus dem Fördergebiet, Rückbauflächen und ein fließender Übergang zum älteren Alt-Hohenschönhausen.

01

Die Plattenbauzeilen entlang der Landsberger Allee

Der Großteil der rund 29.000 Wohnungen, errichtet 1984 bis 1989 in industrieller Bauweise. Für praktisch jedes Gebäude hier gilt seit Ende 2025 die neue gesetzliche Asbestvermutung, siehe Hinweisblock.

Plattenbau Baujahr 1984–1989
02

Der Prerower Platz und das Linden-Center

Zentrale Versorgungsachse mit Einkaufszentrum, entstanden im Zuge des Fördergebiets Stadtumbau Ost. Kurze Wege, hohe Nachfrage bei Familien mit Kindern.

Zentrum Nahversorgung
03

Die Falkenberger Chaussee

Zweite große Zentrumsachse des Fördergebiets, mit eigenem Aufwertungsschwerpunkt im Rahmen des Programms Stadtumbau Ost. Grenze zum Nachbarortsteil Falkenberg.

Zentrumsachse Fördergebietsrand
04

Die Grün- und Rückbauflächen

Im Zuge des Stadtumbaus wurden 12 Kindertagesstätten und 8 Schulen zurückgebaut und die freiwerdenden Flächen begrünt – heute Wohnumfeldqualität statt Leerstand.

Rückbau Grünfläche
05

Der Rand zu Alt-Hohenschönhausen

Fließender Übergang zum Nachbarortsteil mit älterem Siedlungskern. Ostseestraße und Orankesee liegen bereits dort, nicht mehr in Neu-Hohenschönhausen.

Ortsteilrand Übergangslage

Fördergebiet Stadtumbau Ost – und die neue Asbestvermutung

Neu-Hohenschönhausen ist zu weit über neunzig Prozent industrieller Wohnungsbau der achtziger Jahre – die Plattenbauserien WBS 70 und P2, zwischen 1984 und 1989 errichtet. Genau dieser Baujahrgang fällt seit Dezember 2025 unter eine neue gesetzliche Vermutungsregel, die mit dem früheren Fördergebietsstatus nichts zu tun hat.

  • Die neue gesetzliche Asbestvermutung greift hier vollständig Seit der Novelle der Gefahrstoffverordnung vom 19.12.2025 gilt § 11a GefStoffV: Bei Gebäuden mit Baubeginn vor dem 31. Oktober 1993 wird gesetzlich von Asbest ausgegangen, solange keine Gegenprüfung das Gegenteil zeigt. Die Plattenbauten Neu-Hohenschönhausens liegen mit ihrem Baujahrgang 1984–1989 vollständig in diesem Zeitfenster – anders als etwa Neubauquartiere, betrifft die Vermutung hier praktisch den gesamten Bestand.
  • Wo Asbest in DDR-Plattenbauten typischerweise verbaut wurde Bei den Serien WBS 70 und P2 liegen die üblichen Fundstellen in den Fugendichtungen zwischen den Betonplatten, in älteren Fußbodenbelägen (sogenannte Floor-Flex-Platten) und in der Ummantelung von Heizungsrohren. Bei den Modernisierungswellen seit den neunziger Jahren – Fassadendämmung, Fahrstuhlnachrüstung – wurden diese Bauteile nicht überall gleich gründlich erfasst.
  • Eingriffe ins Bauteil brauchen eine fachgerechte Prüfung Findet eine Sanierung statt, greift TRGS 519: entweder eine Beprobung des betroffenen Bauteils oder direkt die vollständigen Schutzmaßnahmen. Die zusätzlichen Genehmigungspflichten der Novelle selbst greifen erst nach der einjährigen Übergangsfrist, ab dem 19.12.2026 – wer jetzt saniert, plant besser gleich damit.
  • Das frühere Fördergebiet hat damit nichts zu tun Neu-Hohenschönhausen war von 2002 bis 2020 Fördergebiet im Landesprogramm „Stadtumbau Ost" (§§ 171a ff. BauGB) – ein Investitionsprogramm für Infrastruktur und Wohnumfeld, kein förmliches Sanierungsgebiet nach §§ 136 ff. BauGB. Ein Verkauf löst deshalb weder eine Genehmigungspflicht noch einen Sanierungsvermerk im Grundbuch aus. Die Schadstofffrage ist ein eigenständiges Thema, unabhängig vom früheren Programmstatus.

Für Wohnungen aus den Baujahren 1984 bis 1989 klären wir vor der Vermarktung, ob für Ihr Haus bereits eine Bauteilprüfung aus einer früheren Modernisierung vorliegt. Dies ist eine allgemeine Einordnung und keine Rechtsberatung; über den Einzelfall entscheiden ein Sachverständiger und, bei Sanierungsmaßnahmen, eine Fachfirma nach TRGS 519.

Schadstoffprüfung anfragen

Ablauf

So läuft Ihr Verkauf in Neu-Hohenschönhausen

Bei den Plattenbaujahrgängen 1984 bis 1989 steht die Modernisierungs- und Schadstofffrage am Anfang des Ablaufs, nicht am Ende beim Notartermin. Die Zeitangaben sind Erfahrungswerte, keine Zusagen.

  1. Baujahr und Modernisierungsstand klären

    Wir sehen nach, ob für Ihr Haus – WBS 70 oder P2 – bereits eine Bauteilprüfung oder ein Schadstoffkataster aus einer früheren Sanierung vorliegt. Falls nicht, ordnen wir vor der ersten Besichtigung ein, wie dringlich das ist.

    ca. 1–2 Wochen
  2. Wertermittlung vor Ort

    Geschoss, Grundriss, Stand der Fassadendämmung und des Fahrstuhls, Zustand der Gemeinschaftsflächen. Als Vergleich dient der Altbezirkswert von 3.494 €/m² für Eigentumswohnungen.

    ca. 3–5 Werktage
  3. Unterlagen zusammenstellen

    Grundbuchauszug, Teilungserklärung, Protokolle, Energieausweis, gegebenenfalls die vorliegende Bauteilprüfung.

    ca. 2–3 Wochen
  4. Aufbereitung

    Fotografie, maßstäblicher Grundriss, Lageplan. Liegt eine Schadstoffprüfung vor, wird sie im Exposé transparent benannt.

    ca. 1 Woche
  5. Ansprache der passenden Käufergruppe

    Neu-Hohenschönhausen spricht vor allem preisbewusste Käufer und Familien an, die kurze Wege zu Kitas und Schulen im aufgewerteten Fördergebiet schätzen. Wir sprechen diese Gruppe gezielt an.

    laufend
  6. Besichtigungen

    Einzeltermine mit vorab geprüften Interessenten. Bei vermieteten Wohnungen stimmen wir jeden Termin mit dem Mieter ab und halten die Ankündigungsfristen ein.

    laufend
  7. Verhandlung, Beurkundung, Übergabe

    Wir verhandeln für Sie und begleiten den Notartermin bis zur gemeinsamen Übergabe mit Protokoll. Eine vorliegende Bauteilprüfung nennen wir im Kaufvertrag ausdrücklich beim Namen, statt sie nur formlos beizulegen.

    ca. 6–10 Wochen

Variable Provision

Unsere Vergütung hängt am erzielten Preis, nicht an einem Prozentsatz aus der Tabelle – und sie liegt unter dem in Berlin Üblichen. Beim eher moderaten Preisniveau Neu-Hohenschönhausens macht sich jeder gesparte Prozentpunkt spürbar bemerkbar.

Diskrete Vermarktung

Nicht jeder Verkauf gehört ins Portal. Auf Wunsch vermarkten wir vollständig ohne öffentliches Inserat und sprechen nur vorgemerkte, in ihrer Bonität geprüfte Interessenten an.

30 Jahre Berlin

Seit drei Jahrzehnten begleiten wir Verkäufe in Berlin und Brandenburg, bewertet mit 5,0 Sternen bei ProvenExpert. Sie sprechen dabei durchgehend mit derselben Person – von der Erstbesichtigung bis zur Schlüsselübergabe.

Häufige Fragen

Neu-Hohenschönhausen im Detail

Neu-Hohenschönhausen gehört zum Altbezirk Hohenschönhausen – historisch ein eigenständiger Bezirk, der 2001 mit Lichtenberg fusionierte. Der Gutachterausschuss wertet beide Altbezirke bis heute getrennt aus: Für Hohenschönhausen weist der Immobilienmarktbericht 2025/2026 bei Eigentumswohnungen 3.494 €/m² Wohnfläche aus, bei 104 Kauffällen und einer Spanne von 2.227 bis 5.059 €/m² – nicht die höhere Lichtenberg-Zeile von 4.990 €/m², die für einen anderen Altbezirk gilt. Ortsteilscharf ist der Bodenrichtwert: 497 €/m² im Mittel, Rang sieben der zehn Lichtenberger Ortsteile.

Ja, praktisch den gesamten Bestand. Rund 29.000 Wohnungen entstanden zwischen 1984 und 1989 in den Plattenbauserien WBS 70 und P2 – vollständig innerhalb des Zeitfensters, das § 11a GefStoffV seit der Novelle vom 19.12.2025 erfasst: Bauten mit Baubeginn vor dem 31.10.1993. Typische Fundstellen sind Fugendichtungen zwischen den Betonplatten, ältere Fußbodenbeläge und die Ummantelung von Heizungsrohren – nicht überall gleich gründlich erfasst bei den Modernisierungen seit den neunziger Jahren. Offenbarungspflichtig ist bekannter Asbest ohnehin schon seit Langem, nach ständiger BGH-Rechtsprechung. Dies ist keine Rechtsberatung.

Nein, und das ist unabhängig von der Asbestvermutung zu sehen. Neu-Hohenschönhausen war von 2002 bis 2020 Fördergebiet im Landesprogramm „Stadtumbau Ost“ – 410 Hektar, 45,1 Mio. € bewilligte Programmmittel, 31 abgeschlossene Projekte wie Kita- und Schulrückbau sowie Grünflächen-Umgestaltung. Rechtlich war das ein Investitionsprogramm nach §§ 171a ff. BauGB, kein förmliches Sanierungsgebiet nach §§ 136 ff. BauGB. Ein Verkauf braucht deshalb weder eine behördliche Genehmigung noch trägt das Grundbuch einen Sanierungsvermerk.

Rund 29.000 Wohnungen entstanden zwischen 1984 und 1989 im industriellen Plattenbauverfahren, errichtet in Kooperation Berliner Baubetriebe mit Bau-Kombinaten der DDR-Bezirke Rostock, Schwerin, Neubrandenburg und Frankfurt (Oder). Die symbolische Grundsteinlegung war am 9. Februar 1984, zum 40. Jahrestag der DDR am 5. Oktober 1989 galt die Siedlung als fertiggestellt. Zentrale Achsen sind die Landsberger Allee, die Falkenberger Chaussee und der Prerower Platz mit dem Linden-Center.

Nein. Die drei sozialen Erhaltungsgebiete Lichtenbergs – Kaskelstraße, Weitlingstraße und Fanningerstraße – liegen ausschließlich im westlichen Bezirksteil bei Rummelsburg und dem Bahnhof Lichtenberg. Neu-Hohenschönhausen ist von keinem betroffen. Maßgeblich sind hier stattdessen die neue Asbestvermutung und die klare Abgrenzung zum früheren Fördergebiet. Wir prüfen die Adresse dennoch einzeln, bevor eine Aussage dazu im Exposé steht.

Ihre Anfrage

Schreiben Sie uns. Mit Straße, Hausnummer und Baujahr bekommen Sie in der Antwort die Richtwertzone genannt – und den Hinweis, welche Prüfung vor einem Verkauf sinnvoll ist. Antwort innerhalb eines Werktags.

    Was ist Ihre Immobilie in Neu-Hohenschönhausen wert?

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