Berlin · Treptow-Köpenick

Immobilienmakler
in Berlin-Köpenick Der Mittelwert täuscht um 1.800 Euro.

711 Eigentumswohnungen wechselten 2025 im Altbezirk Köpenick den Eigentümer – so viele wie nie. Der amtliche Durchschnittspreis von 7.134 €/m² gilt trotzdem für kaum eine davon: Er ist durch zahlreiche Mikroapartments unter 30 m² nach oben verzerrt, der Marktbericht nennt selbst 5.321 €/m² als bereinigten Wert. Wir rechnen mit dem bereinigten – und mit der Richtwertzone Ihrer Adresse, denn davon gibt es hier 29.

★★★★★ 5,0 bei ProvenExpert · 91 Bewertungen
30 Jahre am Berliner Markt
711 verkaufte Eigentumswohnungen 2025
29 Richtwertzonen im Ortsteil einzeln geprüft
Eigentumswohnung (bereinigt)
5.321 €/m² *
Altbezirk Köpenick ohne die zahlreichen Mikroapartments bis 30 m², die über 10.000 €/m² erzielten · der amtliche Mittelwert lautet mit ihnen 7.134 €/m² · 711 Kauffälle, Spanne 2.158 bis 11.841 €/m²
Bodenrichtwert
611 €/m²
Flächengewichtetes Mittel aller 29 Wohnbau-Richtwertzonen des Ortsteils – die feinste Auflösung im ganzen Bezirk · Zonen von 340 bis 1.100 €/m²
Wohn- und Geschäftshaus
1.398 €/m² GF *
Baujahre bis 1919 in normalem Bauzustand, restliches Stadtgebiet, 54 Kauffälle, 857 bis 1.992 €/m² · Vielfaches der Jahresnettokaltmiete 19,5
Reines Mietwohnhaus
1.742 €/m² GF *
Alle Baujahre, restliches Stadtgebiet, 126 Kauffälle · in der Baualtersgruppe bis 1919 sind es 1.472 €/m² bei einem Vielfachen von 21,4
▲ 6 % z. Vj.
Einwohner im Ortsteil
72.778
Stand 31.12.2025 – der einwohnerstärkste Ortsteil des Bezirks · der Altbezirk Köpenick kommt mit sechs weiteren Ortsteilen auf 148.959
Einwohnerzuwachs im Bezirk
1,8 %
5.450 Personen mehr als im Vorjahr – der höchste Zuwachs aller zwölf Bezirke, bei einem Berliner Mittel von 0,4 %
▲ Rang 1 in Berlin

Die gekennzeichneten Werte gelten für 2025 und stammen aus dem Immobilienmarktbericht 2025/2026 (Stand 31.07.2026). Drei Einordnungen sind hier wichtig. Erstens der Wohnungswert: Der Gutachterausschuss weist für den Altbezirk Köpenick 7.134 €/m² aus – das zweithöchste Niveau Berlins nach Mitte. In der Fußnote zur Tabelle steht der Grund: Es wurden zahlreiche Mikroapartments mit bis zu 30 m² Wohnfläche verkauft, die über 10.000 €/m² erzielten; ohne sie liegt der Durchschnitt bei 5.321 €/m². Diese Seite nennt deshalb den bereinigten Wert. Zweitens die Gebietsabgrenzung: Der Altbezirk Köpenick umfasst neben diesem Ortsteil auch Friedrichshagen, Oberschöneweide, Rahnsdorf, Grünau, Müggelheim und Schmöckwitz. Ortsteilscharf ist allein der Bodenrichtwert. Drittens die Renditegrundstücke: Der Bericht gliedert sie nicht nach Bezirken, sondern nach Baualter, Bauzustand und Lage zum S-Bahnring – Köpenick liegt vollständig im „restlichen Stadtgebiet“.

Kaufpreise und Kauffälle: Gutachterausschuss für Grundstückswerte in Berlin, Immobilienmarktbericht 2025/2026, Kapitel 5.4 und 5.5. Wohnungswerte in €/m² Wohnfläche, Haus- und Geschäftshauswerte in €/m² wertrelevante Geschossfläche. Bodenrichtwerte: BORIS Berlin, Stichtag 01.01.2026. Einwohnerzahlen: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, A I 5 – hj 2/25.

Markteinschätzung

Was Ihre Immobilie in Köpenick heute wert ist

2025 wurden im Altbezirk Köpenick 711 Eigentumswohnungen verkauft – nach 466 im Vorjahr, ein Zuwachs von mehr als der Hälfte. Damit liegt Köpenick auf Rang 6 aller Berliner Altbezirke, vor Schöneberg und Prenzlauer Berg.

Beim Preis wird es heikel. Der amtliche Mittelwert lautet 7.134 €/m² – rechnerisch das zweithöchste Niveau Berlins. In der Fußnote derselben Tabelle steht, warum: Es wurden zahlreiche Mikroapartments mit bis zu 30 m² verkauft, die über 10.000 €/m² erzielten. Ohne sie beträgt der Durchschnitt 5.321 €/m². Zwischen beiden Zahlen liegen 1.813 €/m² – bei einer 80-Quadratmeter-Wohnung rund 145.000 €.

„Wer mit der 7.134 in die Vermarktung geht, steht nach sechs Wochen ohne Gebot da und senkt dann unter Druck. Wir rechnen von Anfang an mit dem bereinigten Wert – und begründen ihn.“

Der zweite Teilmarkt ist der, für den Köpenick steht: das Haus mit Gewerbe im Erdgeschoss. Für Wohn- und Geschäftshäuser der Baujahre bis 1919 weist der Bericht 1.398 €/m² wertrelevanter Geschossfläche aus, bei einem Vielfachen der Jahresnettokaltmiete von 19,5. Das reine Mietwohnhaus derselben Baualtersgruppe liegt bei 1.472 €/m² und 21,4.

Unsere Bewertung beginnt deshalb bei der Nutzungsstruktur und beim Bodenrichtwert Ihrer Zone – davon gibt es im Ortsteil 29, von 340 bis 1.100 €/m². Bei vermieteten Objekten kommt die Mietenstruktur dazu, bei Wohnungen der Zustand des Gemeinschaftseigentums. Daraus entsteht ein Verkehrswert, den Sie Position für Position nachvollziehen können.

Bodenrichtwerte im Bezirk

Neunundzwanzig Zonen – die feinste Auflösung im Bezirk

Bodenrichtwert je Ortsteil

€/m² Wohnbaufläche · Stichtag 01.01.2026 · die fünfzehn Ortsteile des Bezirks im Vergleich

Alt-Treptow 2.013 €/m²
Oberschöneweide 700 €/m²
Grünau 686 €/m²
Friedrichshagen 625 €/m²
Köpenick 611 €/m²
Niederschöneweide 569 €/m²
Plänterwald 553 €/m²
Baumschulenweg 527 €/m²
Johannisthal 524 €/m²
Adlershof 487 €/m²
Altglienicke 475 €/m²
Rahnsdorf 450 €/m²
Bohnsdorf 398 €/m²
Müggelheim 360 €/m²
Schmöckwitz 356 €/m²

Gutachterausschuss für Grundstückswerte in Berlin, Bodenrichtwerte zum 01.01.2026, abgerufen über das Geoportal Berlin (dl-de/zero-2-0). Flächengewichtetes Mittel der Wohnbau-Richtwertzonen.

Was die Zahlen bedeuten

Zum 01.01.2026 liegt der flächengewichtete Bodenrichtwert des Ortsteils bei 611 €/m², verteilt auf 29 Richtwertzonen von 340 bis 1.100 €/m².

Diese 29 Zonen sind mehr als in Friedrichshagen, Rahnsdorf, Müggelheim, Grünau und Schmöckwitz zusammen. Der Gutachterausschuss löst Köpenick also feiner auf als jeden anderen Ortsteil des Bezirks – ein Hinweis darauf, wie unterschiedlich die Lagen zwischen Altstadt, Wasserlage und Großsiedlung tatsächlich sind.

Kurios und aufschlussreich zugleich: Friedrichshagen kommt mit 625 €/m² auf ein höheres Ortsteilmittel als Köpenick mit dem Rathaus, der Altstadt und dem Bezirkszentrum. Das liegt nicht an der besseren Lage, sondern an der Streuung – Köpenicks Mittel wird von den Rand- und Siedlungszonen heruntergezogen. Für Ihre Bewertung zählt deshalb die Zone, nicht der Ortsteilwert und schon gar nicht das Bezirksmittel von 547 €/m².

Die Lagen im Ortsteil

Fünf Lagen, vier Marktlogiken

Köpenick hat 72.778 Einwohner und ist damit der einwohnerstärkste Ortsteil des Bezirks. Die folgenden fünf Lagen unterscheiden sich nicht nur im Preis, sondern in der Art, wie dort überhaupt bewertet wird – vom Renditeobjekt in der Altstadt bis zur Eigentumswohnung in der Großsiedlung.

01

Altstadt und Schloßinsel

Der historische Kern zwischen Rathaus, Schloßinsel und Dahmeufer. Hier steht der Bestand, um den es auf dieser Seite geht: Häuser mit Laden oder Gastronomie im Erdgeschoss und Wohnungen darüber. Kleinteilige Parzellen, viele Objekte in privater Hand seit den 1990er Jahren – und ein Käuferkreis, der die Miethistorie genauer liest als den Quadratmeterpreis.

Wohn- und Geschäftshaus Altbau
02

Kietz und Wendenschloß

Südlich der Altstadt, entlang der Dahme. Der Kietz ist die älteste Siedlungslage Köpenicks mit niedriger, denkmalgeprägter Bebauung; nach Süden schließt Wendenschloß mit Einfamilienhäusern auf großen Grundstücken und Wasserlagen an. In dieser Achse liegen die oberen Richtwertzonen des Ortsteils bis 1.100 €/m².

Einfamilienhaus Wasserlage
03

Spindlersfeld

Das ehemalige Industrieareal an der Spree, seit den 2010er Jahren mit Neubauquartieren belegt. Hier entstand ein erheblicher Teil der Eigentumswohnungen, die den Köpenicker Markt heute prägen – und hier liegt auch ein Teil der kleinen Apartments, die den amtlichen Mittelwert nach oben ziehen. Für die Bewertung ist die Unterscheidung zwischen Erstverkauf und Weiterverkauf hier entscheidend.

Neubau Eigentumswohnung
04

Salvador-Allende-Viertel

Die Großsiedlung östlich der Wuhlheide, überwiegend Wohnungsbestand der 1970er und 1980er Jahre. Der Einstiegspreis liegt hier am unteren Ende der Ortsteilspanne, die Nachfrage ist stabil und wird von Selbstnutzern wie Kapitalanlegern getragen. Wer hier verkauft, verkauft über Grundriss, Geschoss und den Zustand des Gemeinschaftseigentums, nicht über die Adresse.

Eigentumswohnung Kapitalanlage
05

Elsengrund und Dammvorstadt

Die Siedlungslagen nördlich und westlich der Altstadt: Ein- und Zweifamilienhäuser der Zwischenkriegszeit, Doppelhäuser, vereinzelt kleinere Mehrfamilienhäuser. Zusammen mit den Randzonen zieht dieser Bereich das Ortsteilmittel von 611 €/m² nach unten – und macht damit sichtbar, warum ein Ortsteilwert für ein einzelnes Grundstück wenig aussagt.

Haus Siedlungsbestand

Laden unten, Wohnungen oben – was der Gewerbeanteil mit dem Preis macht

In der Köpenicker Altstadt ist das gemischt genutzte Haus der Regelfall: unten Bäcker, Apotheke oder Gastronomie, darüber zwei bis vier Wohnungen. Für die Bewertung ist das ein eigener Teilmarkt – der Gutachterausschuss führt Wohn- und Geschäftshäuser getrennt von reinen Mietwohnhäusern.

Der Unterschied fällt kleiner aus, als viele erwarten, und er zeigt sich weniger im Quadratmeterpreis als im Vielfachen der Jahresnettokaltmiete. Genau dort entscheidet sich, was ein Käufer zahlt.

  • Was der Markt 2025 gezahlt hat Für Wohn- und Geschäftshäuser der Baujahre bis 1919 in normalem Bauzustand weist der Bericht im restlichen Stadtgebiet <b>1.398 €/m² wertrelevanter Geschossfläche</b> aus, aus 54 Kauffällen, bei einem Vielfachen der Jahresnettokaltmiete von <b>19,5</b>. Das reine Mietwohnhaus derselben Baualtersgruppe liegt bei 1.472 €/m² und einem Vielfachen von <b>21,4</b>. Der Abstand im Quadratmeterpreis beträgt rund fünf Prozent, der in der Renditeerwartung fast zwei Jahresmieten. Zur Umrechnung: Bei Altbauten bis 1919 entsprechen rund 72 m² Wohn- und Nutzfläche 100 m² wertrelevanter Geschossfläche.
  • Warum der Abschlag entsteht Nicht weil Gewerbe schlechter zahlt – oft ist die Gewerbemiete je Quadratmeter höher als die Wohnungsmiete. Sondern weil der Ertrag unsicherer ist: Gewerbemietverträge laufen befristet, eine Nachvermietung dauert länger und hängt an der Lauflage, und Banken bewerten den gewerblichen Ertragsanteil vorsichtiger, was die Finanzierung des Käufers beeinflusst. Dazu kommt ein kleinerer Käuferkreis: Wer ein reines Wohnhaus sucht, sieht sich ein Haus mit Laden gar nicht erst an.
  • Zwei Mietrechte in einem Haus Für die Wohnungen gilt Wohnraummietrecht mit Kündigungsschutz, Mieterhöhungsgrenzen und Vorkaufsrecht des Mieters bei Umwandlung. Für die Gewerbeeinheit gilt weitgehend Vertragsfreiheit: feste Laufzeiten, Optionsrechte, Indexklauseln, teils Konkurrenzschutz. Beim Verkauf heißt das, dass die Unterlagen doppelt so sorgfältig zusammengestellt gehören – Restlaufzeiten, Optionen, Wertsicherung, Betriebskostenregelung, Rückbauverpflichtungen. Fehlt davon etwas, rechnet der Käufer den Zweifel als Abschlag ein.
  • Was in Köpenick nicht gilt Soziales Erhaltungsrecht. Die drei Erhaltungsgebiete des Bezirks – Alt-Treptow, Niederschöneweide und Oberschöneweide – liegen alle im Treptower Teil. In Köpenick greift damit allein die gesamtstädtische Regel des § 250 BauGB für Gebäude mit mehr als fünf Wohnungen; die Umwandlungsverordnung 2025, die in Erhaltungsgebieten schon ab einer Wohnung ansetzt, gilt hier nicht. Für ein Haus mit drei oder vier Wohnungen bleibt die Aufteilung also ein möglicher Weg – anders als in Prenzlauer Berg oder Schöneberg.

Ob sich für Ihr Haus der Verkauf im Ganzen oder die Aufteilung besser rechnet, hängt an der Mietvertragsstruktur und am Zustand – beides sehen wir uns vor der ersten Preisaussage an. Rechtsstand: August 2026. Angaben zu den Erhaltungsgebieten nach dem Stand vom Februar 2026. Dies ist keine Rechtsberatung; über den Einzelfall entscheiden Bezirksamt, Notar oder Fachanwalt.

Adresse prüfen lassen

Ablauf

So läuft Ihr Verkauf in Köpenick

Bei Renditeobjekten entscheidet die Aktenarbeit über Preis und Dauer. Deshalb steht sie hier früh und nicht am Ende. Die Zeitangaben sind Erfahrungswerte, keine Zusagen.

  1. Nutzung und Zone klären

    Vor der Besichtigung: Welche Flächen sind Wohnraum, welche Gewerbe, und in welcher der 29 Richtwertzonen liegt das Grundstück? Bei gemischt genutzten Häusern entscheidet diese Aufteilung darüber, nach welchem Verfahren überhaupt bewertet wird.

    ca. 1–2 Werktage
  2. Wertermittlung vor Ort

    Zustand von Dach, Fassade, Strängen und Heizung, Grundrisse, Leerstand, Ausbaureserven. Bei Renditeobjekten zusätzlich die Mietenstruktur: Wer zahlt wie viel, seit wann, mit welcher Laufzeit und welcher Wertsicherung.

    ca. 3–5 Werktage
  3. Unterlagen – bei Gewerbe doppelt so umfangreich

    Grundbuch, Flurkarte, Baulasten, Teilungserklärung sofern vorhanden, Mietverträge samt Nachträgen, Betriebskostenabrechnungen der letzten drei Jahre, Energieausweis. Bei Gewerbeeinheiten dazu Optionen, Konkurrenzschutz und Rückbauverpflichtungen.

    ca. 2–3 Wochen
  4. Aufbereitung mit nachvollziehbarer Rechnung

    Fotografie, Grundrisse, Exposé – und für Kapitalanleger eine Aufstellung, die sich nachrechnen lässt: Ist-Miete, Potenzial, Bewirtschaftungskosten, Instandhaltungsstau. Eine gerundete Faktorangabe ohne Herleitung überzeugt in diesem Teilmarkt niemanden.

    ca. 1 Woche
  5. Ansprache der passenden Käufergruppe

    Beim gemischt genutzten Haus sind das Bestandshalter aus Berlin und dem Umland, oft mit eigener Verwaltung. Bei Eigentumswohnungen dagegen Selbstnutzer und Anleger mit gegensätzlichen Fragen. Beide Gruppen bekommen deshalb eine eigene Ansprache – und auf Wunsch findet die ganze Vermarktung ohne öffentliches Inserat statt.

    laufend
  6. Besichtigungen mit Rücksicht auf die Mieter

    Einzeltermine mit vorab geprüften Interessenten. Bei Gewerbeeinheiten stimmen wir die Termine mit den Betrieben ab – ein Laden, in dem während der Öffnungszeit Interessenten stehen, verliert Umsatz und Sie Verhandlungsposition.

    laufend
  7. Verhandlung, Beurkundung, Übergabe

    Wir führen die Verhandlung, bereiten den Notarvertrag vor und begleiten den Termin. Zur Übergabe gehören bei Renditeobjekten auch Mietkautionen, laufende Verträge und die Abgrenzung der Betriebskosten zum Stichtag.

    ca. 6–10 Wochen

Variable Provision

Unsere Vergütung hängt am erzielten Preis, nicht an einem Prozentsatz aus der Tabelle – und sie liegt unter dem in Berlin Üblichen. In einem Markt, dessen amtlicher Mittelwert um 1.800 €/m² danebenliegt, ist das mehr als ein Kostenargument: Es heißt, dass wir ein Interesse daran haben, den richtigen Preis zu ermitteln und nicht den bequemen.

Diskrete Vermarktung

Nicht jeder Verkauf gehört ins Portal. Bei vermieteten Objekten und Häusern mit Gewerbe im Erdgeschoss hat ein öffentliches Inserat Folgen – Mieter und Betriebe erfahren vom Verkauf aus dem Netz. Wir vermarkten deshalb auf Wunsch vollständig ohne Inserat und sprechen nur vorgemerkte, in ihrer Bonität geprüfte Interessenten an.

30 Jahre Berlin

Seit drei Jahrzehnten begleiten wir Verkäufe in Berlin und Brandenburg, bewertet mit 5,0 Sternen bei ProvenExpert. Sie sprechen dabei durchgehend mit derselben Person – von der Erstbesichtigung bis zur Schlüsselübergabe.

Häufige Fragen

Köpenick im Detail

Der Immobilienmarktbericht 2025/2026 weist für den Altbezirk Köpenick im Jahr 2025 einen Durchschnitt von 7.134 €/m² Wohnfläche aus – und nennt in derselben Tabelle den bereinigten Wert von 5.321 €/m². Der Unterschied entsteht durch zahlreiche verkaufte Mikroapartments mit bis zu 30 m², die über 10.000 €/m² erzielten. Für eine normale Zwei- oder Drei-Zimmer-Wohnung ist der bereinigte Wert der belastbare. Ausgewertet wurden 711 Kauffälle bei einer Spanne von 2.158 bis 11.841 €/m² – die Spanne selbst zeigt, wie weit dieser Markt auseinanderliegt. Was Ihre Wohnung wert ist, entscheidet sich an Größe, Geschoss, Zustand, Baujahr und der Lage im Ortsteil; ortsteilscharf ist allein der Bodenrichtwert, und der reicht in Köpenick von 340 bis 1.100 €/m².

Weil ein Mittelwert alle ausgewerteten Kauffälle zusammenfasst – und in Köpenick 2025 überdurchschnittlich viele sehr kleine Wohnungen verkauft wurden. Kleine Wohnungen erzielen regelmäßig höhere Quadratmeterpreise als große; bei Mikroapartments unter 30 m² lagen sie hier über 10.000 €/m². Der Gutachterausschuss weist genau deshalb in einer Fußnote den bereinigten Wert von 5.321 €/m² aus. Für Sie heißt das zweierlei: Erstens ist der scheinbare Preissprung von 4.658 €/m² (2024) auf 7.134 €/m² kein echter Marktsprung, sondern überwiegend ein Struktureffekt. Zweitens ist der Anstieg der Fallzahlen von 466 auf 711 sehr wohl echt – in Köpenick wird deutlich mehr gehandelt als im Vorjahr, und das ist beim Verkauf die wichtigere Nachricht.

Solche Objekte führt der Gutachterausschuss als Wohn- und Geschäftshäuser und damit als eigenen Teilmarkt. Für Baujahre bis 1919 in normalem Bauzustand lag der Mittelwert 2025 im restlichen Stadtgebiet – dazu zählt Köpenick – bei 1.398 €/m² wertrelevanter Geschossfläche aus 54 Kauffällen, mit einem Vielfachen der Jahresnettokaltmiete von 19,5. Ein reines Mietwohnhaus derselben Baualtersgruppe kam auf 1.472 €/m² und ein Vielfaches von 21,4. Der Gewerbeanteil kostet also vor allem Renditeerwartung. Entscheidend für Ihr Haus sind die Verträge: Restlaufzeiten, Optionen, Indexklauseln und die Frage, wie schnell die Gewerbefläche nachvermietbar wäre. Zur Umrechnung: Bei Altbauten entsprechen rund 72 m² Wohn- und Nutzfläche 100 m² wertrelevanter Geschossfläche.

Nein. Der Bezirk Treptow-Köpenick hat drei soziale Erhaltungsgebiete – Alt-Treptow mit 18 Straßen, Niederschöneweide mit 12 und Oberschöneweide mit 26 –, und alle drei liegen im Treptower Teil. Für Köpenick gilt damit allein die gesamtstädtische Umwandlungsregel des § 250 BauGB: Gebäude mit mehr als fünf Wohnungen dürfen bis zum 31.12.2030 nur mit Genehmigung in Eigentumswohnungen aufgeteilt werden. Die schärfere Umwandlungsverordnung 2025, die in Erhaltungsgebieten bereits kleinere Gebäude erfasst, greift hier nicht. Für ein Haus mit drei oder vier Wohnungen bleibt die Aufteilung also ein gangbarer Weg – ob sie sich rechnet, ist eine andere Frage, die wir gerne mit Ihnen durchrechnen. Stand der Gebietsangaben: Februar 2026.

Möglicherweise, aber nicht automatisch. Die über 10.000 €/m², die den Köpenicker Mittelwert nach oben gezogen haben, wurden überwiegend im Neubau und im Erstverkauf erzielt, oft in möblierten oder betreuten Konzepten mit entsprechender Vermietungsstruktur. Ein Weiterverkauf derselben Einheit erreicht dieses Niveau selten – der Bericht selbst zeigt, dass Weiterverkäufe im Wohnungseigentum allgemein unter den Erstverkäufen liegen. Was Ihre Einheit wert ist, hängt an Baujahr, Vermietungsstand, Verwaltungskosten, Rücklage und daran, ob der Käufer selbst nutzen oder vermieten will. Wir bewerten solche Objekte über die tatsächlich erzielbare Miete, nicht über den Quadratmeterpreis aus der Tabelle.

Ihre Anfrage

Schreiben Sie uns. Mit Straße, Hausnummer und Nutzungsart bekommen Sie in der Antwort schon die Zuordnung: Richtwertzone, Teilmarkt und die Vergleichsfälle, die für Ihr Objekt überhaupt in Frage kommen. Antwort innerhalb eines Werktags.

    Was ist Ihre Immobilie in Köpenick wert?

    Kostenlos und unverbindlich – und mit der Unterscheidung, die hier den Unterschied macht: Wir zeigen Ihnen, welche der 711 Kauffälle des Jahres als Vergleich taugen und welche wir als Mikroapartments ausgeschlossen haben.

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